Kennt ihr die Sommerferien-Panik?

  • Das hatte ich in der Schulzeit teilweise, dabei kam es auf die Umstände zuhause und in der Schule an. In vielen Schuljahren habe ich mit größter Sehnsucht auf die Ferien gewartet und das Ende der Ferien war für mich in den Zeiten wie der Weltuntergang, weil ich mich damals sehr unwohl in der Schule gefühlt habe (verhasste mobbende Mitschüler, verhasste unbequeme Wintersachen, die Zeit bis zu den nächsten Ferien kam mir wie eine Ewigkeit vor, keine Zeit für meine Spezialinteressen, verhasste langweilige Unterrichtsthemen, verhasstes frühes Aufstehen, verhasstes Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, verhasste Schulfächer, ...). In den Zeiten waren die Ferien für mich ein Segen, der ruhig anhalten könnte. Die Zeit habe ich mit den Aktivitäten gefüllt, die ich gerne habe, aber für die ich sonst zu wenig Zeit hatte. Genauso habe ich die ganzen verhassten Dinge absolut nicht vermisst, im Gegenteil, ich war glücklich, den ganzen verhassten Mist nicht in meiner Nähe zu haben.

    Irgendwann ab Mitte der 11. Klasse wurde es anders und ich habe angefangen die Schule zu schätzen. In der Zeit wurde die Zeit zuhause bei meiner extrem manipulativen und kontrollsüchtigen Mutter und ihrem extrem kontrollsüchtigen Freund total ungemütlich und teilweise auch sehr langweilig, da war ich lieber in der Schule und weit weg von diesen tyrrannischen Terrornts, die ich beide heute noch extrem hasse. Es gab für mich damals auch positive Anreize zur Schule zu gehen (neue Lieblingslehrerin, viele verhasste mobbende Mitschüler haben die Schule gewechselt, Patendienst für Oberstufenschüler, Zeit ohne meine extrem verhasste und tyrrannische Terrormutter und ihren Freund, ...), die ich an der Schule geschätzt habe. In den Ferien fehlten mir die positiven Dinge an der Schule und ich habe damals sehnsüchtig auf die Schulzeit gewartet, obwohl ich oft ziemlich ausgelaugt war (RW) und nicht mehr konnte. Ich wollte damals nicht wahrhaben, dass ich schon ausgebrannt war, weil ich mich damals in der Schule wohler als zuhause gefühlt habe.
    In meiner Studienzeit war es eine Mischung aus beidem. Ich hatte meine Kommilitonen und einige Teilbereiche sehr gerne, wir waren ein kleines Semester mit 12 Studenten, ich wollte mein Studium schaffen, aber es gab auch Dinge die mir das Studium schwer machten (verhasste Busfahrten, zu großes Lernpensum, Nachhilfe neben dem Studium, Stress mit dem damaligen Partner und seinem Terrorkind, zu wenig Energie um alles zu schaffen, Stress mit meiner extrem manipulativen und kontrollsüchtigen Mutter, Geldsorgen, kaum Zeit für mich selbst und meine Spezialinteressen,...). Nach 10 Wochen musste ich es aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Ich bin trotz Burnout bei meiner Nachhilfe geblieben, um Struktur in meinem Leben zu behalten und weil ich gerne anderen etwas beibringe (Da habe ich außerhalb der Schulferien eine feste Struktur, in den Ferien gebe ich nur auf Abruf Nachhilfe. ). Bis zur Trennung von meinem Ex 2016 hatte ich tatsächlich eine Ferienpanik, weil mir mein Nachhilfejob fehlte und ich nicht dem Terrorkind von meinem Ex aus dem Weg gehen konnte (RW).

  • Den Übergang Sommerferien-Ende/Normalzeit finde ich jetzt auch nicht ganz einfach. Gefühlt wieder zehnmal so viele Leute überall, die Straßen sind dicht, meinem Empfinden nach auch wieder viel mehr SUV, die Kantine übervoll... hm.

    Surprised by the joy of life.

  • Mir fällt es beim Zugfahren extrem auf, wenn Sommerferien sind - da ist dann leider deutlich mehr los als sonst und das ist doch etwas stressig. Ich selbst habe meistens in den Sommerferien auch 3 Wochen Urlaub und mir fehlt etwas die Struktur in der Zeit, weil da die Arbeit wegfällt an der ich den Tag etwas drumherum ordnen kann. Bei vielen Dingen, die ich so im Internet verfolge ist da meistens auch "Sommerpause" . Da denke ich mir, dass ich dann Zeit für andere Dinge habe zu denen ich sonst nicht komme aber so wirklich klappt es nicht.


    Den Übergang Sommerferien-Ende/Normalzeit finde ich jetzt auch nicht ganz einfach. Gefühlt wieder zehnmal so viele Leute überall, die Straßen sind dicht, meinem Empfinden nach auch wieder viel mehr SUV, die Kantine übervoll... hm.

    Das fällt mir grad auch wieder schwer. Nach dem Urlaub vom vielen "Nichts tun" jetzt wieder voll in der Arbeit sein die Woche war eine große Umgewöhnung für mich.

  • Aus aktuellem Anlass: ich kenne Oktoberfest Panik. 3 Wochen zu viele Touristen, übervolle S-Bahnen, jede Menge alkoholisierte Menschen und Bierleichen. Und dank der nun auch stattfinden Wirtshauswiesn ist der Rest der Stadt genauso schlimm. Diese fröhlich feiernden Menschen übertragen irgendwie eine Unruhe.

  • Aus aktuellem Anlass: ich kenne Oktoberfest Panik. 3 Wochen zu viele Touristen, übervolle S-Bahnen, jede Menge alkoholisierte Menschen und Bierleichen. Und dank der nun auch stattfinden Wirtshauswiesn ist der Rest der Stadt genauso schlimm. Diese fröhlich feiernden Menschen übertragen irgendwie eine Unruhe.

    Das gibt es leider hier auch. Die Cannstatter Wasen starten dann die Tage und es werden ganz viele Menschen in Dirndl und Lederhosen und mit Alkohol und Musikboxen bewaffnet in der Bahn unterwegs sein.

  • Aus aktuellem Anlass: ich kenne Oktoberfest Panik.

    Hier auch - unsere Stadt hat auch so ein Oktoberfest, wo das Zelt in unmittelbarer Nähe zu meiner Wohnung ist und ab Freitagabend die Musikboxen in einer unglaublichen Lautstärke und mit voll aufgedrehten Bässen dröhnen bis in die Morgenstunden. x(
    Und das von Freitag zu Samstag und von Samstag zu Sonntag... x( :evil:

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    "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."

    (Johann Wolfgang von Goethe)

  • Aus aktuellem Anlass: ich kenne Oktoberfest Panik. 3 Wochen zu viele Touristen, übervolle S-Bahnen, jede Menge alkoholisierte Menschen und Bierleichen. Und dank der nun auch stattfinden Wirtshauswiesn ist der Rest der Stadt genauso schlimm. Diese fröhlich feiernden Menschen übertragen irgendwie eine Unruhe.

    Darum habe ich mich oberhalb des Weißwurstäquators verkrümelt. ;)

    _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_

  • Seit ich denken kann ist der Beginn der Sommerferien für mich total schwierig. Ich finde es ist die krasseste Zäsur im Jahr. Angefangen von den Mülltonnen im Wohnblock, die nun über Wochen richtig leer bleiben, darüber, dass die Volkshochschulen so 6-teilige Sommerkurse anbieten, dass Läden und Praxen wegen Urlaub zu haben, dass plötzlich Menschen, die einem sonst jeden Tag begegnen weg sind, dafür Massen an Menschen im Touristen-Look an Hotspots unterwegs sind, dass in der Arbeit ständig Vertretungssituationen bestehen, dass die Zeitung für mich unpassende Titelthemen haben (SZ: "Bücher für die Ferien" - Frage: Welche Ferien? Also ich habe keine Ferien!) bis dazu hin, dass ich das Gefühl habe, dass ein anderes "Grundgefühl" besteht.

    Die letzten Jahre war es irgendwie besser. Ich freute mich über die Kurz-Kurse der vhs und darüber, dass mein Müll jederzeit Platz in der Mülltonne findet. Doch jetzt gerade ist da wieder dieser Schwermut, verbunden mit Angst, weil sich gerade so viel verändert.

    Und dieses Jahr geht es jetzt schon los. :cry: Also mit der Sommerferien-Schwermut und -Angst.

    Heute ist das erste Mal nicht mein Englischkurs wegen Sommerpause und es geht einfach so krass auf die Sommerferien zu.

    Ich glaube ein Problem ist auch, dass ich bisher keinen geeigneten Englischkurs für die Sommerferien fand. Also diese und die kommenden zwei Wochen mache ich so einen Dreiteiler, aber nicht virtuell, sondern in einem richtigen vhs-Gebäude. Da habe ich schon ein bißchen Bammel. Eigentlich mag ich so Kurse nur online. Doch da gab es keinen, der mich ansprach (also inhaltlich). Und von Ende Juli bis Ende September habe ich noch keinen passenden Kurs gefunden. Das beunruhigt mich massivst.

    Surprised by the joy of life.

  • Ich habe mich schon immer sehr auf Ferien oder Urlaub (als arbeitender Mensch) gefreut.

    Für mich war Schule sehr anstrengend. Ich wollte da nie hin.


    Allerdings kenne ich das schon auch, dass einem dann die Routine fehlt, die Struktur.


    Aber ich habe schon sehr früh angefangen mir immer Pläne für alles zu machen. So auch für die Ferien.

    Jetzt erlebe ich Ferien „passiv“ mit den Kindern, das verlangt schon sehr viel Umstellung von uns ab. Aber ich plane jede Woche durch, bereite mich und meine (zu 2/3 autistischen) Kinder darauf vor. Etwas „holprig“ sind dann meist die ersten 2-3 Tsge, dann geht es wieder.


    Was richtig stressig für mich ist, dass der Alltag nach den (Schul-)Ferien ja dann nicht so weiter geht wie vor den Sommerferien, die neuen Stundenpläne und damit verbundenen Veränderungen des Schulalltags etablieren sich dann leider sehr langsam. Ich brauche meist ein halbes Schuljahr, bis ich mich mit dem neuen Alltag arrangiert habe und das stresst mich weit mehr als die Ferien.

    Da ich sehr oft vom Smartphone aus schreiben muss, gelingt es mir manchmal aus Zeitgründen nicht alle Tippfehler zu sehen und zu korrigieren, auch wenn es mich beim späteren nachlesen sofort sehr stört, dann aber nicht mehr zu korrigieren sind.

  • Ich finde die Ferien auch immer sehr schlimm. Meistens fahre ich deswegen in den Urlaub. Da fällt es mir nicht so auf, dass ich neben der Arbeit kaum ein soziales Privatleben habe.

  • Aus aktuellem Anlass: ich kenne Oktoberfest Panik. 3 Wochen zu viele Touristen, übervolle S-Bahnen, jede Menge alkoholisierte Menschen und Bierleichen. Und dank der nun auch stattfinden Wirtshauswiesn ist der Rest der Stadt genauso schlimm. Diese fröhlich feiernden Menschen übertragen irgendwie eine Unruhe.

    Da lobe ich mir das Leben auf dem Land. Wir wohnen am Rand des Dorfes auf einem Berg. Der Lärm der Dorffeste weht nur manchmal zu uns rüber (je nachdem wie der Wind weht), und ist dann zwar immer noch nervig, aber zum Glück nicht laut.


    Ich habe eine Zeit lang in Köln gelebt. Vom 11. November bis Aschermittwoch war das echt schlimm. Oft sind wir in der Karnevalswoche dann in die Heimat geflüchtet, denn in Köln kann man dem „närrischen Treiben“ garnicht aus dem Weg gehen. Keine Chance.

    Da ich sehr oft vom Smartphone aus schreiben muss, gelingt es mir manchmal aus Zeitgründen nicht alle Tippfehler zu sehen und zu korrigieren, auch wenn es mich beim späteren nachlesen sofort sehr stört, dann aber nicht mehr zu korrigieren sind.

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