Wie wirkt Alkohol bei Euch?

  • Ich glaube, da bist du irgendwelchen Werbeaussagen aufgesessen von Leuten, die das Zeug massenweise verkaufen wollen.

    Studien haben gezeigt, dass Vitamin C keine Wirkung bei Infekten oder Krebs hat. Zu viel Vitamin C kann eventuell zu Nierensteinen führen, wenn man dafür eine Neigung hat. Gesund ist es nicht.

    Eine mögliche Infoquelle dafür wäre: https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/wissen/lebensm…ich-gesund-1915

    Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
    (Howard Zinn)

  • Also auf mich wirkt Alkohol erstmal entspannend, euphorisierend auch... Ich vertrage ihn ganz unterschiedlich, oft gar nicht.

    Trinken/benutzen tue ich ihn eigentlich fast ausschliesslich in Bierform und meist auch im 'Wissen', dass es für mich eine Form von 'Medizin' ist, die ich mit Vorsicht zu mir nehmen sollte.

  • Wäre dem so, wäre der Mensch sicher nicht das kränkste Lebewesen auf diesem Planeten, das wir aber nun einmal ganz offensichtlich sind.

    Ich sehe das nicht so. Ich nehme kein extra Vitamin C zu mir und bin auch so gut wie nie erkältet. Vitamin C ist nur einer von sehr vielen Faktoren, weswegen wir krank werden können. Andere Faktoren spielen dabei eine viel größere Rolle. Viren und Bakterien sind da als Erstes zu nennen. Dann noch ein funktionierenes Immunsystem. Und gerade Letzteres halten sich viele Menschen durch ungesunden Lebenswandel unnötig schwach.

    Die seriöse Forschung bezüglich Ascorbinsäure der letzten mittlerweile 94 Jahre belegt unbestreitbar, daß der genetisch bedingte Mangel an Ascorbinsäure beim Menschen zu einer langen Liste verheerender Folgeerkrankungen beiträgt und daß die Zufuhr eben jener Menge an Ascorbinsäure von rund 10 g / Tag, die vergleichbar große Säugetiere zu produzieren in der Lage sind, eine große Anzahl an Beschwerden vermeiden hilft, die die Gesellschaft heute mangels besseren Wissens (welches jedoch in Hülle und Fülle verfügbar ist) als unabänderliche Gegebenheiten (Erkältung, Grippe), als Altersbeschwerden oder als Zivilisationskrankheiten ansieht.

    Wer sich die Mühe machte, selbst zu recherchieren, wie der mantraartig wiederholte angebliche Vitamin C-Tagesbedarf von 90 bis 110 mg zustande kommt, wird mit dem erschreckenden Fakt konfrontiert, daß damit lediglich diejenige Menge angegeben ist, die verhindern soll, daß es gehäuft zu akuten Todesfällen kommt. Mit tatsächlicher Gesundheit hat das nicht das Geringste zu tun.

    Sorry, aber irgendwelche Randgruppen-Forschung als seriös zu bezeichnen, geht für mich in in Richtung Esotherik. Dazu noch das Narrativ "selbst recherchieren" mit Verweis auf irgendeine exotische Webseite aus dem letzten Jahrtausend mit noch viel älteren Verweisen auf vermutlich längst überholte Publikationen, die teils zig Jahrzehnte alt sind - da schlägt der Verschwörungstheorie-Detektor bei mir voll an. Die Nahrungsergänzungsmittel-Industrie hat ganze Arbeit geleistet.

    Wollte man den tatsächlichen Tagesbedarf an Vitamin C von 10 g bei Erwachsenen

    Bei "tatsächlich" halte ich mich lieber an die wirklich seriösen Empfehlungen und nicht an die, die irgendwer als angeblich seriös bezeichnet.

    Wenn es Dir hilft und nicht schadet, Vitamin C zu 99% ungenutzt durch den Körper zu schließen, spricht nichts dagegen. Aber gesunde Menschen sollten sich nicht dazu verleiten lassen, es ebenfalls zu tun.

    _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_

    Edited 2 times, last by Garfield (July 6, 2024 at 10:29 PM).

  • Also auf mich wirkt Alkohol erstmal entspannend, euphorisierend auch... Ich vertrage ihn ganz unterschiedlich, oft gar nicht.

    Trinken/benutzen tue ich ihn eigentlich fast ausschliesslich in Bierform und meist auch im 'Wissen', dass es für mich eine Form von 'Medizin' ist, die ich mit Vorsicht zu mir nehmen sollte.

    Unterschreibe ich. Als Einschlafhilfe und zum "runterfahren". Ausschließlich Bier. Alles andere führt zum Rausch und zu Magenproblemen. Das brauche ich nicht. Nur schlafen, das will ich gerne mal. Und da half das schlückchenweise, bis zum Einschlafen. Immer aus der Flasche. Und immer in winzigen Schlucken. Große Mengen und schnell nicht. "Gesündere" Ersatzmöglichkeiten hoffe ich mit dem Doc im August zu finden.

    Seit April ohne ist Schlaf halt ein noch kostbareres und seltenes Gut.

    Edited once, last by Crispin (July 6, 2024 at 11:27 PM).

  • Also auf mich wirkt Alkohol erstmal entspannend, euphorisierend auch... Ich vertrage ihn ganz unterschiedlich, oft gar nicht.

    Trinken/benutzen tue ich ihn eigentlich fast ausschliesslich in Bierform und meist auch im 'Wissen', dass es für mich eine Form von 'Medizin' ist, die ich mit Vorsicht zu mir nehmen sollte.

    die "Medizin" hat meinen Autismus auch sehr geholfen, kann zwar jetzt mit Leuten Reden, nur komm ich vom Alkohol nicht mehr los. War auch ein Anfang einer selbst vernichtenden Depression, als ich unter der Woche angefangen hab zu trinken war mein Motto: Ich muss mich dumm saufen um die Welt zu ertragen. Jetzt ist Alkohol zu sehr in meiner Routine das ich ihn nicht mehr wegdenken kann, hab schon Therapie und 3 Entgiftungen hinter mir.

  • Ich habe die Erfahrung gemacht daß Alkohol ein überraschend gutes Mittel gegen starke Schmerzen ist.(Ich habe richtig heftige Rückenprobleme.)

    Aber andererseits ist mir auch klar daß der Genuss von Alkohol große Gefahren in sich birgt.(Suchtgeschichten etc.)

  • Alkohol wirkt auf mich beruhigende und er tötet die Einsamkeitsgefühle ab.

    Das ist sehr gefährlich. Ich versuche daher fast nur im Urlaub oder mal am Wochenende zu trinken.

  • die "Medizin" hat meinen Autismus auch sehr geholfen, kann zwar jetzt mit Leuten Reden, nur komm ich vom Alkohol nicht mehr los. War auch ein Anfang einer selbst vernichtenden Depression, als ich unter der Woche angefangen hab zu trinken war mein Motto: Ich muss mich dumm saufen um die Welt zu ertragen. Jetzt ist Alkohol zu sehr in meiner Routine das ich ihn nicht mehr wegdenken kann, hab schon Therapie und 3 Entgiftungen hinter mir.

    Das ist schon irgendwie gemein, da man als Autist Routinen ja recht gerne mag. Das Selbstzerstörerische kommt auch so hinterrücks daher, wenn man sich vorerst ja dadurch versucht 'zu therapieren'... Ich sehe die Gefahr, obwohl ich von mir sage, "kein Suchttyp" zu sein, zu viel Angst vor Freiheitsverlust durch eine Abhängigkeit zu meinen habe. Jedoch spüre ich auch mit der Aufsummierung von doofen Ereignissen eine aufkommende Gleichgültigkeit, bzw. zu Ende gedacht, eine vielleicht sogar willkommene Selbstdestruktion... das alles ist mir bewusst und ich beobachte es auch von aussen, wenn man das so sagen kann.

    Mein Freund hat es übrigens ähnlich wie Du, er kann reden, wird zugänglicher, leider haben wir die wichtigen Gespräche meist, wenn er so seinen Bierlevel hat. Nun kann/will er seit seiner Jugend wieder stationär gehen...

    Wenn Du schreiben magst.... hast Du nach den stationären Aufenthalten jeweils weiter Unterstützung bekommen? Wenn ja, hat Dir etwas gefehlt, was hat/hätte Dir geholfen?

    (Gerade kommt mir auch 'Antabus' oder andere solche medikamentöse Hilfsmittel in den Sinn... mein Freund hat diese Idee kurz aufgebracht... wenn man routinemässig dieses nehmen würde... Aber es ist wohl auch komplexer, gerade das 'Selbsttherapierende, da einen guten konstruktiven und funktionellen Ersatz zu kriegen und dann auch das Loslassen, Verabschieden von gern erlebten Zuständen... das braucht viel....

    Ich hoffe, Du findest weiter Motivation, dran zu bleiben.

    Und auf mich selber 'halte ich ein Auge'... versuche, mein eigener 'Wachhund' zu sein.

  • "Wie wirkt Alkohol bei Euch?"


    - eigentlich gar nicht, ich werde nur betrunken davon....:fun:


    Ernsthaft: die meisten alkoholischen Getränke mag ich nicht und von Wein und Sekt bekomme ich Sodbrennen.

    Also halte ich mich lieber an Wasser und Kaffee und Milch. Ja, ich trinke gerne mal Milch (oder Kefir oder Buttermilch oder Dickmilch).

    Alkohol zur "Parfümierung" oder Abrundung von Speisen und Gebäck ist für mich aber okay, oder wie es so nett ironisch heißt:

    "I cook with wine. Sometimes, I even add it to the food." :-p

    Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")

  • Mein Freund hat es übrigens ähnlich wie Du, er kann reden, wird zugänglicher, leider haben wir die wichtigen Gespräche meist, wenn er so seinen Bierlevel hat. Nun kann/will er seit seiner Jugend wieder stationär gehen...

    Ich möchte ungerne, dass ich bei jemanden nur gut in Erinnerung bleibe und man nur mit mir reden kann wenn ich angetrunken bin. Bei meinen meisten schönen Erlebnissen war kein Alkohol im Spiel - also mal gemütlich einen Cocktail irgendwo trinken zähle ich da noch nicht so sehr dazu weil da der Alkohol noch keinen Einfluss auf meine Sinne hat. Auf Weihnachtsfeiern der Firma habe ich früher oft einiges getrunken um die "Stimmung" zu ertragen was nachträglich nicht so toll war. Das bedeutet, dass ich die Leute so nüchtern nicht aushalten würde und mit niemanden reden würde und das sollte nicht Sinn und Zweck sein.

  • Jetzt ist Alkohol zu sehr in meiner Routine das ich ihn nicht mehr wegdenken kann, hab schon Therapie und 3 Entgiftungen hinter mir.

    Ich konnte erst mit dem Rauchen aufhören als ich verstanden habe, wie sehr das Rauchen meine Routine ist. Und das ich Routinen brauche um mich gut und sicher zu fühlen. Ich war 22 Jahre starker Raucher und bin seit über zehn Jahren rauchfrei. Vielleicht kannst du die Alkohol-Routine durch etwas anderes ersetzen. Ich wünsche dir, dass du es schaffst.

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    Glaub nicht alles, was du denkst.
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  • Ich möchte ungerne, dass ich bei jemanden nur gut in Erinnerung bleibe und man nur mit mir reden kann wenn ich angetrunken bin. Bei meinen meisten schönen Erlebnissen war kein Alkohol im Spiel - also mal gemütlich einen Cocktail irgendwo trinken zähle ich da noch nicht so sehr dazu weil da der Alkohol noch keinen Einfluss auf meine Sinne hat. Auf Weihnachtsfeiern der Firma habe ich früher oft einiges getrunken um die "Stimmung" zu ertragen was nachträglich nicht so toll war. Das bedeutet, dass ich die Leute so nüchtern nicht aushalten würde und mit niemanden reden würde und das sollte nicht Sinn und Zweck sein.

    Gerade merke ich, dass ich da vielleicht einen nicht ganz passenden Eindruck vermittelt habe. Ich rede am Liebsten mit meinem Freund, wenn er nüchtern ist und das ist er ja die meiste Zeit. Auch habe ich wohl ein falsches Wort verwendet... nicht 'meistens' führen wir 'wichtige' Gespäche... eher: der Alkohol lässt ihn bis zu einem gewissen Level offener kommunizieren, dadurch konnten wir schon verdeckte, aber wirkende Begebenheiten klären... auch ist es uns beiden bewusst, dass das natürlich nicht wirklich gut ist, besser wäre es, dass dies auch ähnlich effizient ohne Alkohol möglich ist. Das kann man üben und das werden wir. (Ich hoffe, es ist nicht zu offtopic... ich glaube nicht....und es ist mir wichtig, da mehr Differenzierung reinzubringen, dass mein Text hoffentlich genauer verstanden werden kann.

  • Ich habe früher gerne und auch verhältnismäßig viel Alkohol getrunken. Während der Schwangerschaft habe ich gemerkt, dass es mir nicht fehlt und später dann, dass es mir nicht gut tut. Jetzt lebe ich seit ca 10 Jahren praktisch alkoholfrei, in der Zeit habe ich vllt 3x am Weinglas einer anderen Person genippt. Mir fehlt die "Stimmung" vom Alkoholtrinken, deswegen trinke ich gerne alkoholfreies Bier oder alkoholfreien Sekt. Sogar alkoholfreie Weine habe ich inzwischen einige gefunden.

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