Wie wirkt Alkohol bei Euch?

  • Hallo alle zusammen,

    Mich interessiert, welche Rolle Alkohol bei Euch spielt und wie er bei Euch wirkt.

    Ich selbst trinke sehr wenig . Vielleicht alle 2 Wochen mal, wenn mir danach ist.
    Wenn ich auf Parties oder Feiern muss (zum Glück sehr selten) versuche ich immer etwas zu trinken, denn ich beobachte, dass ich dann lockerer werde, mehr rede und mir nicht so viele Gedanken mache.
    Das ganze soziale ist dann für mich gbesser zu ertragen.
    Aber auch da habe ich nach etwa einer Stunde genug und möchte wieder nach Hauese....

  • Wenn man bei der Suche das Stichwort Alkohol eingibt, bekommt man 21 Seiten Ergebnisse.
    Darunter auch diesen thread:
    Alkohol

    Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
    (Howard Zinn)

  • Hallo,
    Ich trinke ganz selten mal etwas. Zu besonderen Anlässen. Bier oder so macht mich sehr sehr müde, das gibt mir gar nichts. Ich mag ein paar wenige Cocktails und Longdrinks. Die schmecken mir sehr gut.
    Ansammlungen von betrunkenen Menschen machen mir Angst. Da halte ich mich fern.

    Lg Veronika.

    Man sieht nur mit dem Herzen gut.
    Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
    (Antoine de Saint-Exupéry)

    "Was ist falsch an sonderbar?"

    "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."

  • So vor ca. 7 Jahren (da war ich 18) hatte ich falschen Einfluss und bin oft mit Leuten unterwegs gewesen, um dann Abends Party zu machen und da wurde richtig viel getrunken. Ich selbst hatte zu der Zeit sehr viele Probleme im Leben und wollte das alles vergessen und habe dann eben auch zum Alkohol gegriffen um es wenigstens für ein paar Stunden vergessen zu können was im Nachhinein betrachtet dumm war, denn so löst man keine Probleme.
    Zu der Zeit hatte ich auch meinen ersten und einzigen Filmriss überhaupt. Ich habe gemerkt, dass wenn ich in den Status des Betrunkenseins komme, ich sehr sentimental werde und über all die Dinge rede, die mich bedrücken und mir Angst machen. Ich bin froh, dass ich aus dieser Phase gesund rausgekommen bin. Danach hatte ich dann eine ganze Weile lang überhaupt keinen Alkohol mehr getrunken und dann mit ca. 22 oder 23 nochmal eine Flasche Bier pro Woche. Aber auch das habe ich jetzt sein lassen, da ich Krafttraining betreibe und Alkohol absolut schädlich für den Muskelaufbau wäre.

    Edited once, last by exorcist (February 19, 2016 at 3:53 AM).

  • Hab nie verstanden was daran so toll sein soll :m(:

    Verstehe ich bis heute auch nicht.

    Ich war noch nie daran interessiert, Alkohol überhaupt nur zu probieren, auch nicht als Jugendliche. Obwohl ich häufig von allen Seiten dazu gedrängt wurde "probier doch wenigstens mal" oder "wenn du es nicht probierst, kannst du gar nicht wissen, dass es dir nicht schmeckt" :thumbdown: :m(:

    Ich hab dann mal was probiert, einmal einen kleinen Schluck Sekt, und einmal einen kleinen Schluck Rotwein.

    Mir schmeckt Alkohol nach wie vor nicht, ich mag es nicht, und kann nichts damit anfangen, geschweigedenn einen Sinn darin erkennen Alkohol zu trinken. Davon abgesehen vertrage ich Alkohol nicht, es reicht schon ein 20ml Schnapsglas Rotwein, dass es mir im Kopf eigenartig wird. Und davon habe ich dann nichts, außer dass es mir im Kopf eigenartig ist. Von daher lasse ich es insgesamt einfach komplett bleiben.

  • Ich hab schon immer wieder mal was getrunken als Jugendliche oder junge Erwachsene.
    Weil es mich sozialer gemacht hat. Redsehliger. Offener. Es war leichter "dazuzugehören" und das wollte ich gerne.
    Aber ich war auch oft schlecht drauf die Tage danach.
    Das war mir aber absolut nicht bewusst, dass sich das mehrere Tage auswirkt. Bei mir zumindest.
    Klar, ein Kater am nächsten Tag, das ist ja normal....

    Erst als ich schwanger war und etwa nur alle zwei Wochen höchstens ein 1/8 Rotwein oder mal einen Sekt hatte, hab ich bemerkt, dass dieses Zeug auch längerfristig und in kleinen Mengen mein Wohlbefinden beeinflusst. Also für ein paar Tage.

    Obwohl ich das weiß trinke ich schon auch ab und zu mal (ein Mal im Monat) ein, zwei Bier, wenn ich weggehe. Sonst könnte ichs gleich lassen....Ich versuche mir aber bewußt darüber zu sein, was der Alkohol macht.

    Vielleicht bin ich da besonders sensibel.
    Ich habe noch nie jemanden getroffen, der das auch so empfunden hat.
    Aber so geht es mir ja bei vielen Dingen :)

    Pretending to be .... normal (Liane Holliday)
    or
    Pretending to be .... listening/ interested in this conversation/ understanding jokes/ happy/ enjoing the party/.....

  • Ich trinke seit etlichen Jahren nichts mehr, denn ich mag den Kontrollverlust nicht. Früher habe ich sehr oft soviel getrunken bis ich sabbernd in irgendeiner Ecke lag. Ekelhaft! Ich kann mit Alkohol (Drogen) nicht umgehen, also lasse ich es sein.

    Für mich gilt: die beste Droge ist ein klarer Kopf!

  • Früher habe ich ab und an Alkohol getrunken, mich selten mal betrunken. Aber ich hatte davon immer einen schlimmen Sozialkater , der schlimmer für mich war als die physische Übelkeit.

    Ich habe halt mit Alkohol im Blut mehr mit Menschen geredet und bin ihnen auf eine Art nahegekommen, die mir nicht guttat.
    Aber auch wenn ich sehr betrunken war oder sogar mal einen Filmriss hatte, hatte ich immernoch eine gewisse Restkontrolle.

    Heute trinke ich gar keinen Alkohol, mir gefällt die Wirkung einfach nicht.
    Obwohl ich den Geschmack von diversen Weinen , Bieren, Likören, Longdrinks, Cocktails und so schon gerne mag,
    halte ich es im Prinzip wie Nexus1961:

    Für mich gilt: die beste Droge ist ein klarer Kopf!

    Was das angeht experimentiere ich im Bereich Lebensmittel.
    Einige haben auch eine benebelnde Wirkung.
    Auf mich zumindest.
    Ich fühle mich am wohlsten mit klarerem Kopf.

    Ganz selten wenn mir mal danach ist trinke ich jetzt alkoholfreien Sekt oder Bier, das gibts mittlerweile sogar in Bio-Glutenfrei :d .

    Edited 4 times, last by ifi (February 21, 2016 at 1:06 PM).

  • Sozialkater

    Den Begriff finde ich sehr spannend.

    Ich habe halt mit Alkohol im Blut mehr mit Menschen geredet und bin ihnen auf eine Art nahegekommen, die mir nicht guttat.

    Danke für den Gedanken. Habe zwar immer gemerkt, dass mit mir irgendetwas nicht gestimmt hat am Tag "danach", konnte das aber bisher nicht einordnen. Ursache und Wirkung kann ich teilweise sehr schlecht zusammenbringen.
    Genauso ging es mir auch. Mit Alkohol waren viele Abende und Feiern und leichter zu ertragen. Aber der morgen danach, wenn man sich ja auch häufig zu einem gemeinsamen Frühstück trifft, war eine ganz große Qual.

    Ich trinke seit etlichen Jahren nichts mehr, denn ich mag den Kontrollverlust nicht. Früher habe ich sehr oft soviel getrunken bis ich sabbernd in irgendeiner Ecke lag. Ekelhaft! Ich kann mit Alkohol (Drogen) nicht umgehen, also lasse ich es sein.

    Genauso ging es mir auch, wobei ich aber nie sabbernd in einer Ecke gelegen habe. Heute trinke ich gar keinen Alkohol mehr. Denn ich habe nur 2 Modi: Entweder ganz oder gar nicht.

    Früher habe ich sehr oft soviel getrunken bis ich sabbernd in irgendeiner Ecke lag. Ekelhaft! Ich kann mit Alkohol (Drogen) nicht umgehen, also lasse ich es sein.

    Aber ich hatte davon immer einen schlimmen Sozialkater , der schlimmer für mich war als die physische Übelkeit.

    Ich habe halt mit Alkohol im Blut mehr mit Menschen geredet und bin ihnen auf eine Art nahegekommen, die mir nicht guttat.
    Aber auch wenn ich sehr betrunken war oder sogar mal einen Filmriss hatte, hatte ich immernoch eine gewisse Restkontrolle.

  • Ursache und Wirkung kann ich teilweise sehr schlecht zusammenbringen.

    Das hat bei mir auch lange gedauert, ist eher eine Erklärung und Analyse im Nachinein.
    Früher habe ich eher nur irgendwie gelebt um irgendwie in all dem mir so fremd erscheinenden Leben zu funktionieren.
    Internet zum googlen, Foren etc. gabs ja noch nicht ...aber das kennst Du ja wohl auch...
    Und über mein Erleben auf für mich verständliche Weise reflektieren , das kannte ich auch nicht, das musste ich erst lernen.

  • ist eher eine Erklärung und Analyse im Nachinein.

    Aber die Analyse ist ja so schwierig. Denn es gilt ja so viele geänderte Rahmenbedingungen zu beachten. Jeden Moment kann so vieles anders sein. Es ist mir fast nicht möglich auszumachen, was war es denn jetzt genau? Das ist eher ein Stochern im Nebel. Aber vielleicht wird das ja noch besser, weil ich dann vorher weiß, in welcher Dosis Einflüsse Gift (3 Substantive hintereinander) sein können.

    Aber schon gelernt: Alkohol ist definit Gift wg. des Katers und des Sozialkaters!

  • Mich interessiert, welche Rolle Alkohol bei Euch spielt und wie er bei Euch wirkt.

    Es kommt vor, da ist mir nach Alkohol. Je hochprozentiger desto ekliger schmeckt das Rauschgift. Das einzige was mir schmeckt ist Bier, vorzugsweise Weissbier. Der Rausch verläuft da eher subtil, wenn man nicht gerade Wettsaufen macht wie die Kiddies. :d

    Ansonsten: Alkoholkonsum ist für mich eine "soziale Interaktion" zwischen mir und dem Rauschgift (Ethanol). Was ist Alkohol schon ohne mein Hirn? Wohl oft z. B. nur ein Desinfektionsmittel.

    In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
    And send it soaring high above you for all to read

  • Ich habe mich genau 1x in meinem Leben so extrem betrunken, dass ich nicht mehr von der Kloschüssel wegkam.
    Seitdem weiß ich, dass nach spätestens 2 Gläsern Schluß ist.
    Ein Glas Rotwein, eine 0.33er Flasche Bier oder auch mal ein Cocktail am wochenendlichen Abend ist OK, sorgt für eine leichte Entspannung und hat keine Nachwirkungen am nächsten Tag.
    Wenn ich mal mit einem Freund in den Biergarten gehe, dann trinke ich eben Radler, Russn o.ä. Da können es auch mal 2 Gläser werden, ohne dass ich mich betrunken fühle.

    _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_

  • Alkohol ist ein schwieriges Thema für mich.
    Ich habe irgendwie kein Gefühl dafür, wann ich aufhören muss, also habe ich immer weiter getrunken, bis nichts mehr ging.
    Dabei war auch oft allgemeine Frustration im Spiel.

    Mittlerweile trinke ich seit ca 4 Jahren gar nicht mehr und es geht mir gut damit.
    Ich würde nicht sagen, dass ich ein Alkoholproblem habe (im Sinne von Sucht), sondern einfach die passende Selbstwahrnehmung meiner Grenzen nicht vorhanden ist.

    Manchmal denke ich, dass ich gerne ein Bier trinken würde, weil ich im Endeffekt unter Alkoholeinfluss doch immer geselliger und "kompatibler" war, aber das kann auch keine Lösung sein.

  • Ich trinke schon gerne mal alkoholische Getränke.
    Da ich in einer Art betreuten Wohnen mit eigener Wohnung lebe, wo mir Alkoholkonsum verboten ist, trinke ich alkoholische Getränke meistens nur wenn ich weg gehe z.B. auf Konzerten.

    Folgendes schmeckt mir:
    - Weizenbier
    - Alster
    - Salitos
    - Magners Cider
    - Liköre
    - Schnaps
    Longdrinks wie
    - Rum Cola
    - Wodka Energy

    - Lynchburg Lemonade
    - einige Cocktails

    Folgendes schmeckt mir nicht:
    - Die meisten Weine
    - Sekt (ekelhaft säuerlich)
    - Guiness (zu Bitter)
    - Jägermeister (schmeckt wie Zahnpasta)

    Von der Wirkung her, naja.
    Anfangs verliere ich etwas meine Schüchternheit und traue mich nach dem dritten Bier auch, andere Menschen anzusprechen.
    Die weitere Wirkung... naja... Koordinationsprobleme, ich fange an zu schwanken.
    Ich war mal in einer Diskothek, hatte schon einiges Intus und habe mir einen "Wodka 43" bestellt, den es eigentlich gar nicht gibt (meinte den "Likör 43"). Die Frau an der Bar fragte nach, wie ich mir das denn vorstelle. Dann habe ich gemerkt, dass ich mich versprochen habe.

    Mir ist es ein Rätsel wie man von Alkohol süchtig werden kann.
    So toll ist der Rausch nun wirklich nicht, da denke ich, dass illegale Aufputschmittel wie XTC schon wesentlich gefährlicher sind, demnach was man so im Netz an Erfahrungsberichten liest (Euphorische aufputschende Wirkung, "Liebesgefühle", alle Knudeln wollen).

    Edited 3 times, last by der Uli (February 26, 2016 at 2:51 PM).

  • Mir ist es ein Rätsel wie man von Alkohol süchtig werden kann.
    So toll ist der Rausch nun wirklich nicht, da denke ich, dass illegale Aufputschmittel wie XTC schon wesentlich gefährlicher sind, demnach was man so im Netz an Erfahrungsberichten liest (Euphorische aufputschende Wirkung, "Liebesgefühle", alle Knudeln wollen).

    Ja das ist mir auch ein Rätsel. Man kann vielleicht das ein oder andere Mal etwas "zu viel" trinken und verliert die Kontrolle, aber dass es Menschen gibt, die schon morgens anfangen Alkohol zu trinken und ständig betrunken sind.. das erschließt sich mir jetzt auch nicht.

  • Alkohol ist ein schwieriges Thema für mich.
    Ich habe irgendwie kein Gefühl dafür, wann ich aufhören muss, also habe ich immer weiter getrunken, bis nichts mehr ging.
    Dabei war auch oft allgemeine Frustration im Spiel.

    Mittlerweile trinke ich seit ca 4 Jahren gar nicht mehr und es geht mir gut damit.
    Ich würde nicht sagen, dass ich ein Alkoholproblem habe (im Sinne von Sucht), sondern einfach die passende Selbstwahrnehmung meiner Grenzen nicht vorhanden ist.

    Manchmal denke ich, dass ich gerne ein Bier trinken würde, weil ich im Endeffekt unter Alkoholeinfluss doch immer geselliger und "kompatibler" war, aber das kann auch keine Lösung sein.

    Ein GEFÜHL dürfte kaum Jemand dafür haben, da die Wahrnehmung ja deutlich verändert wird.
    Da hilft nur ausprobieren und dann wissen, wie viel man verträgt. Und sich auch konsequent dran halten.

    Mir ist es ein Rätsel wie man von Alkohol süchtig werden kann.
    So toll ist der Rausch nun wirklich nicht

    Kommt drauf an, wie man Rausch definiert, für mich ist das schon die Stufe, wo man nicht mehr viel mitbekommt. Die wenigsten Leute trinken Alkohol wegen des Rausches. Sondern eher wegen des Zustandes davor, wo die Sinne nur leicht gedämpft sind, man sich gut entspannt, keine nervenden Gedanken mehr im Kopf herumschwirren. Dafür reicht schon ein Glas Bier oder Wein. Und weils so schön ist, macht man das jeden Abend. Die Gefahr der Abhängigkeit durch das tägliche Feierabendbier ist deutlich größer als wenn man ab und zu mal so viel trinkt, dass man komplett dicht ist.

    _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_

  • Ich habe früher im Studium unter anderem auch regelmäßig und nicht wenig Alkohol getrunken. Mir hat das geholfen, weil ich mich so zugehörig fühlen konnte, in meinem Umfeld tranken ja alle. In gewisser Weise hat es auch meine Sinne so vernebelt, dass ich nicht mehr alles so extrem wahrgenommen habe inkl. mir selbst. Es hat mich in gewisser Weise entspannt, genauso wie andere Substanzen. Was ich nie hatte, war ein Filmriss. Ich habe nie soviel getrunken, dass ich vollständig die Kontrolle verloren hätte.

    Die negativen Seite von Alkohol ist, dass er bei wie ein Katalysator für Gefühle wirkt. Je nach Stimmungslage werde ich extrem euphorisch und drehe total auf, ohne aber ein Gespür für meine Umgebung zu haben. Damit ecke ich dann oft total an und verstehe nicht warum. Alkohol kann aber auf der anderen Seite auch die Wirkung habe, dass ich extrem schlecht drauf komme. Das kann bis zu einem totalen Gefühlsausbruch mit anschließendem heftigen Zusammenbruch führen und tagelang nachwirken. Alles schon erlebt und es ist nicht schön.

    Ich trinke daher nur noch wenig und höre sofort auf, wenn ich die Wirkung spüre.

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