Symptome von Autismus (in Kombination mit ADHS)

  • Antidepressiva und und sonstige Psychopharmaka sorgen meist fĂŒr unschöne Nebenwirkungen, die fĂŒr Kranke nicht erfreulich sind aber sie halt in Kauf nehmen mĂŒssen aber Gesunde sich echt nicht antun mĂŒssen. Hinzu kommt noch das Problem, dass man nach Antidepressiva und Co. sĂŒchtig werden kann Ă€hnlich wie nach sonstigen Drogen mit stimmungsaufhellender Wirkung. Daher sollte man die Finger davon lassen, wenn man es nicht wirklich braucht / verschrieben bekommen hat.

    Die "paradoxe" Wirkung von ADHS-Medikation ist ein Sonderfall. Allerdings muss die Dosierung hoch genug sein, damit man ĂŒberhaupt etwas merkt...

    I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.

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 Hinzu kommt noch das Problem, dass man nach Antidepressiva und Co. sĂŒchtig werden kann Ă€hnlich wie nach sonstigen Drogen mit stimmungsaufhellender Wirkung. 


    Es besteht kein Suchtrisiko bei Antidepressiva.

  • NatĂŒrlich wĂŒrde sich das niemand antun, der keine Notwendigkeit sieht bzw. keinen Leidensdruck hat. Trotzdem wĂŒrde mich interessieren, was diese Medikamente im Gehirn genau anstellen und wie die Wirkung sich von d n anfĂ€nglichen Nebenwirk

  • Antidepressiva und und sonstige Psychopharmaka sorgen meist fĂŒr unschöne Nebenwirkungen, die fĂŒr Kranke nicht erfreulich sind aber sie halt in Kauf nehmen mĂŒssen aber Gesunde sich echt nicht antun mĂŒssen. Hinzu kommt noch das Problem, dass man nach Antidepressiva und Co. sĂŒchtig werden kann Ă€hnlich wie nach sonstigen Drogen mit stimmungsaufhellender Wirkung. Daher sollte man die Finger davon lassen, wenn man es nicht wirklich braucht / verschrieben bekommen hat.

    Die "paradoxe" Wirkung von ADHS-Medikation ist ein Sonderfall. Allerdings muss die Dosierung hoch genug sein, damit man ĂŒberhaupt etwas merkt...

    Ich hatte bisher keine AbhĂ€ngigkeitsgefĂŒhle von meinen Antidepressiva. Bei Benzodiazepine kann das andere aussehen (wobei ich nicht von mir rede).

  • NatĂŒrlich wĂŒrde sich das niemand antun, der keine Notwendigkeit sieht bzw. keinen Leidensdruck hat. Trotzdem wĂŒrde mich interessieren, was diese Medikamente im Gehirn genau anstellen und wie die Wirkung sich von d n anfĂ€nglichen Nebenwirk

    Ich schĂ€tze das ist von Hirn zu Hirn anders. Viele Antidepressiva zum Beispiel mĂŒssen ja ausprobiert werden, weil lĂ€ngst nicht alle bei allein (gleich gut) wirken. DĂ€mpfende/Sedierende Medikamente wirken bei gesunden Menschen genauso dĂ€mpfend/sedierend. In der Regel wĂŒrde man wohl die Nebenwirkungen in erster Linie spĂŒren, da ja keine Wirkung zu erwarten ist.

  • Ich habe nicht gemeint, dass jemand, der Antidepressiva regulĂ€r verschrieben bekommt und gemĂ€ĂŸ der empfohlenen Dosis einnimmt davon sĂŒchtig werden muss. Ich bezog mich mehr auf Medikamentenmissbrauch. Es gibt Leute, die sĂŒchtig werden nach z. B. Schlaftabletten oder Schmerzmittel (wobei Letzteres auch wenn verschrieben manchmal zur Sucht fĂŒhrt) und letztlich kann auch alles, was eine angenehme / euphorische Stimmung hervorruft, zu einer psychischen AbhĂ€ngigkeit fĂŒhren, selbst wenn es keine körperliche AbhĂ€ngigkeit erzeugen sollte.

    Bei Depressionspatienten geht es hingegen eher darum der Depression ein StĂŒck weit entgegenzuwirken. Dadurch muss nicht gleich ein massives HochgefĂŒhl entstehen. Umgekehrt gibt es auch oft Downer die das Denken erschweren / verlangsamen. Aber auf die Wirkungsweisen der verschiedenen Medikamente detailliert einzugehen wĂ€re hoch kompliziert. Mir ging es mehr darum davor zu warnen, frei herumzuexperimentieren mit Medikamenten, nur um zu sehen, was passiert.

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  • Jemand der sagt "das macht sĂŒchtig" meint immer die somatische Sucht. Psychisch abhĂ€ngig werden kann man von allem.. sogar vom ficken. Das muss man nicht gesondert betonen.

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung Ă€ndern wĂŒrde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
    Dennoch kann auch ich Tippfehler ĂŒbersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

  • Ich habe selber mal in einem Chat einen Psychiatriekrankenpfleger gefragt, was denn der Unterschied ist: Wenn ich Antidepressiva absetze, geht es mir eine Weile schlecht wegen Absetzsymptomen, die lassen dann mit der Zeit nach und ich erhole mich. Und bei Drogenentzug lĂ€uft es doch genauso.

    Er hat gemeint, das "Craving" wĂŒrde bei Antidepressiva wegfallen, weil zwischen Beginn der Einnahme und der eintretenden stimmungshebenden Wirkung mindestens 1 Woche liegen und das wĂ€re zu lange, um das klassische SehnsuchtsgefĂŒhl zu verspĂŒren, wie bei anderen Drogen. Wenn man einen Schnaps kippt, spĂŒrt man das ja spĂ€testens nach 1 Stunde, und das wĂŒrde die Sucht konditionieren. Genauso bei Benzodiazepinen, Methylphenidat, Kokain, Rauchen, Kaffee, Heroin, Opiumpfeife, Cannabis rauchen, usw.

    Ist durchaus eine Argumentation, aber wer keine Neigung zu stofflichen SĂŒchten hat, fĂŒr den ist es eigentlich egal. FĂŒr denjenigen ist es eher nachteilig, dass die Wirkung auf sich warten lĂ€sst, denn so kann man ja die Antidepressiva nur entweder tĂ€glich nehmen oder gar nicht. Also nimmt man sie tĂ€glich, und das hat dann Gewöhnungswirkungen und kann natĂŒrlich auch ungesunde Auswirkungen auf den Körper haben.

    Bedarfsmedikamente hingegen, die schneller wirken, da gibt es die Möglichkeit, sie nur selten zu konsumieren und es die meiste Zeit bleiben zu lassen.

    FĂŒr Leute ohne Neigung zu stoffgebundenen SĂŒchten sind so gesehen schnell wirksame psychotrope Substanzen sogar besser.

    "The humanity we all share is more important than the mental illnesses we may not" - Elyn Saks

    Edited once, last by Cranach (July 11, 2024 at 7:29 PM).

  • Ich kann dir noch anderes empfehlen wenn du möchtest.

    Sehr gerne, wenn du noch andere gute Quellen hast. Man findet ja viel, aber ist dann eben nicht unbedingt alles gut...

    Ich Stelle mir das immer so vor, bei meinen ADHS Tabletten, denke ich manchmal: Ach so mĂŒssen sich dann gesunde Menschen fĂŒhlen.

    Gesunde Menschen, die die Tabletten nehmen wĂŒrden bekommen dann ADHSĂ€hnliche-Symptome.

    Das denke ich auch. Zwar werden ja scheinbar auch ADHS Medikamente zur Leistungssteigerung von NTs benutzt, aber ich habe letztens auch irgendwo gelesen, dass das eher Placebo ist? Irgendwie wurde glaube ich von einer Studie gesprochen, die gezeigt hat, dass NTs ohne Medikation leistungsfĂ€higer waren als mit. Habe es aber nicht weiter recherchiert. WĂŒrde aber dazu passen, dass ADHSler mit korrekter Medikation einen Ă€hnlichen Dopaminwert wie "normal" erreichen. Mehr ist dann ja auch nicht besser...


    Zum Thema Antidepressiva vs. ADHS Medikation habe ich mal gelesen, dass Antidepressiva deutlich mehr Nebenwirkungen bei geringerer Wirksamkeit haben. Bei vielen Menschen wirken Antidepressiva wohl "gar nicht". Hat mich in Bezug auf die ADHS Medikation und BtMG jedenfalls recht positiv gestimmt. :lol:

    Edited once, last by M771: Ein Beitrag von M771 mit diesem Beitrag zusammengefĂŒgt. (July 11, 2024 at 9:16 PM).

  • Hallo,


    Ich finde mich in deinen Beschreibungen sehr wieder. Ich habe Asperger Syndrom diagnostiziert bekommen, bei ADS (als KomprbiditĂ€t) war man sich unschlĂŒssig und es wurde dann grenzwertig ausgeschlossen. Je mehr ich mich aber explizit mit ADS (ohne H) beschĂ€ftige und das nochmal speziell bei Frauen, merke ich, dass auch da sehr große Teiöe auf mich zutreffen, im klassischen Sinne von ADHS habe ich mich nie wieder erkannt.


    Vermutlich (so meine jetzige Vermutung) habe ich doch auch beides.

    Ich werde jetzt mal sehen wie die Autismustherapie „anschlĂ€gt“. Wenn ich das GefĂŒhl bekomme, das hilft mir nicht, weil meine ADS-Anteile „querschießen“, wĂŒrde ich bei der psychiatrischen Praxis nochmal nachfragen ob ich doch mal ein ADS-Medikament ausprobieren kann
.


    Das „Problem“ mit einer Doppeldiagnose ist hĂ€ufig, dass sich Symptoma fĂŒr die Außenwelt dann von beiden Störungsbildern nicht so deutlich zeigen, man ist z.B. in der Regel als „AuDHDler“ kommunikativer als ein Autist ohne ADHS. So fallen dann aber die „inneren KĂ€mpfe“ nicht auf. Oft hat man kontrĂ€re BedĂŒrfnisse, die nicht miteinander vereinbar scheinen.


    Innere KĂ€mpfe habe ich in dem Bereichen Routinen ( ich habe ein großes BedĂŒrfnis danach, funktioniere ohne nicht, mache mir fĂŒr alles Listen und PlĂ€ne, aber alles versinkt im Chaos (gefĂŒhlt), da ich es oft nicht schaffe, mir sinnvolle Routinen anzueignen oder gewohnte AblĂ€ufe funktionaler zu machen oder auf sinnvolle Weise zu Ă€ndern. Ich habe eine PriorisierungsschwĂ€che und bin sehr Motivations- und lustgebunden und auch oft zerstreut bzw. so sehr mit meinem Innenleben beschĂ€ftigt, dass mir die Zuwendung zum Alltag und wichtigen Aufgaben schwer fĂ€llt.) und beim BedĂŒrfnis nach sozialem Austausch (BedĂŒrfnis ist da, aber es ĂŒberfordert mich und ich „halte nicht viel soziale Interaktion aus“).


    was Mimik und Gestik angeht: als Kind war ich da schon deutlich autistisch. Zeigte wenig eigene Mimik. Ich wurde oft fĂŒr meinen „ernsten“ Gesichtsausdruck getadelt. Auch Blickkontakt hatte ich nicht „auf dem Schirm“, da ich ihn nicht brauche, da er mir nichts „sagt“. Ich habe aber ab der PubertĂ€t mich intensiv mit Mimik auseinander gesetzt und habe mittlerweile im „Masking-Modus“ wohl eher zu viel Mimik oder es wirkt aufgesetzt (ist es ja auch), zumindest wurde mir das schon zurĂŒck gemeldet. Bin ich im Overload verfalle ich in meine autistische mimische Ausdrucksweise, da ich dann nicht mehr (gut) maskieren kann. In meinem Gutachten steht, dass ich eine reduzierte Mimik habe und wenig Varianz zeige (da war ich Mega aufgeregt, also nicht am maskieren). Was das Erkennen von Mimik angeht, da dachte ich immer, ich könne das voll gut :oops:, denn schließlich habe icc mich Jahre lang bewusst damit auseinander gesetzt. Und dafĂŒr, dass ich autistisch bin, kann ich es auch ganz gut. Dass ich da aber durchaus Defizite habe, wurde mir durch verschiedene Tests klar. Außerdem durch das Recherchieren zu Autismus und Körpersprache. Mir war frĂŒher nicht klar, dass andere Menschen bei weitem nicht den gedanklichen „Hirnschmalz“ aufbringen mĂŒssen wie ich, sondern dass es fĂŒr sie mĂŒhelos und ohne bewusstes Nachdenken geschieht.


    Routinen/VerĂ€nderungen: ich bin wenig spontan. Vor allem wenn PlĂ€ne sich von außen Ă€ndern, also Änderungen außerhalb meiner Kontrolle liegen. Ich kann aber durchaus auch „impulsiv“ eine Eingebung haben, und etwas spontan was machen, aber es muss von mir kommen. Routinen: habe ich und brauche ich. Aber ich glaube, nicht so stark wie andere autistische Menschen. Ich habe auch das Problem, dass wenn sich erst einmal etwas etabliert hat, ich das sehr schwer wieder Ă€ndern kann. Beispiel: ich habe eine Abendroutine. Nun soll ich jetzt abends immer ein Medikament zum einschlafen nehmen. Diese Änderung macht mir Angst irgendwie. Ich habe es in Wochen nicht geschafft, die Medikamenteneinahme in meine Abrndroutine zu integrieren. 1. weil ich es schlicht „vergesse“, 2. weil, wenn ich mich dran erinnere, ich mir mit dem Gedanken die Medikamente jetzt zu nehmen nicht wohl fĂŒhle, weil das was Neues und Unbekanntes ist.


    ZuverlĂ€ssigkeit: ich bin SEHR zuverlĂ€ssig und immer pĂŒnktlich. Das ist mir sehr wichtig. Zu spĂ€t zu kommen oder einen Termin zu vergessen, ist richtiger „Horror“ fĂŒr mich. Das bringt mich extrem in Stress. Aber ich muss mich sehr gut organisieren, alles 3-4 mal gegen checken, meine PlĂ€ne machen und so weiter, damit ich es schaffe nichts zu vergessen, was sehr sehr ermĂŒdend ist.


    Und so weiter
.

    Da ich sehr oft vom Smartphone aus schreiben muss, gelingt es mir manchmal aus ZeitgrĂŒnden nicht alle Tippfehler zu sehen und zu korrigieren, auch wenn es mich beim spĂ€teren nachlesen sofort sehr stört, dann aber nicht mehr zu korrigieren sind.

    Edited 4 times, last by Zephyr (July 11, 2024 at 9:57 PM).

  • Psychisch abhĂ€ngig werden kann man von allem.. sogar vom ficken. Das muss man nicht gesondert betonen.

    Ich finde schon, dass es Sinn macht das nochmal gesondert zu betonen, damit Leute daran denken sich keine (zusĂ€tzlichen) Probleme ans Bein zu binden. Tablettensucht ist nicht so ganz das gleiche wie Schokoladensucht und sonstige AlltagssĂŒchte.

    Und selbst unter den harten Drogen gibt es manche, die "nur" psychisch abhĂ€ngig machen, dadurch aber nicht minder gefĂ€hrlich sind. Wegen Überdosierungen, hohen Kosten, teils sogar Halluzinationen usw.


    Er hat gemeint, das "Craving" wĂŒrde bei Antidepressiva wegfallen, weil zwischen Beginn der Einnahme und der eintretenden stimmungshebenden Wirkung mindestens 1 Woche liegen und das wĂ€re zu lange, um das klassische SehnsuchtsgefĂŒhl zu verspĂŒren, wie bei anderen Drogen.

    Es gibt aber ein Problem: Viele Depressive können keine Antidepressivas in Tablettenform bekommen, da sie zu absichtlicher Überdosis als Selbstmord(versuch) neigen. Um die Gefahr zu bannen, bekommen sie statt tĂ€glicher Einnahme eine sogenannte Depospritze, die fĂŒr viele Tage reicht. Der Nachteil: Am Anfang der Wirkungszeit wirkt sie (vermutlich) zu stark und gegen Ende der Wirkungszeit wirkt sie leider zu schwach... Zu starke Wirkung kann bedeuten, dass derjenige keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und nur neben der Spur ist, zu schwache Wirkung kann bedeuten, dass er praktisch nur noch am Heulen ist und / oder sich einfach furchtbar dreckig fĂŒhlt.

    Aber nochmal GrundsĂ€tzliches: Eigentlich beruht alles auf dem Prinzip, dass man etwas Bestimmtes (nehmen wir mal als Beispiel Serotonin oder ein anderes Hormon halt) in großer Menge dem Körper zufĂŒhrt. Wenn der synaptische Spalt mit den Zeug ĂŒberflutet wird, ziehen die Synapsen die Reißleine, soll heißen das Gehirn sorgt dafĂŒr, dass das Zeug nur noch schwer in dein Gehirn gelangt und nur von großen Mengen halt ein Bischen rĂŒberkommt. Daher die WirkungsabschwĂ€chung / Gewöhnung von Drogen. Entsprechend sind positive AusschĂŒttungen des Hormons durch natĂŒrliche AnlĂ€sse wie z. B. freudige Ereignisse erstrecht gar nicht mehr möglich, da diese zu schwach sind, um noch durchzukommen. Ist wie wenn man ein Bischen was durch ein grĂ¶ĂŸtenteils verstopftes Sieb durchleiten / schĂŒtten will...

    I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.

    Edited once, last by Lex: Ein Beitrag von Lex mit diesem Beitrag zusammengefĂŒgt. (July 11, 2024 at 11:26 PM).

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 Es gibt aber ein Problem: Viele Depressive können keine Antidepressivas in Tablettenform bekommen, da sie zu absichtlicher Überdosis als Selbstmord(versuch) neigen. Um die Gefahr zu bannen, bekommen sie statt tĂ€glicher Einnahme eine sogenannte Depospritze, die fĂŒr viele Tage reicht. 


    Welche Antidepresseviva werden denn als Depotspritze verabreicht?
    Das kenne ich ausschließlich von manchen Neuroleptika.

    Wer sich versucht mit seiner Packung Antidepressiva zu suizidieren dĂŒrfte dabei wenig „erfolgreich“ sein.

  • Hallo,

    ich habe gestern durch Zufall unter https://www.quarks.de/gesellschaft/p
er-adhs-wissen/ einen Beitrag zur ADHS-Thematik gefunden, wie ich gegessen hatte. Und ich habe mir diesen Beitrag durchgelesen und habe mich in manchen Sachen "wiedererkannt". Ein Mitbewohner meinte gestern Abend zu mir, vielleicht solle ich mich mal testen lassen, wenn ich es genau wissen will. Eine "Verdachtsdiagnose" ist keine gesicherte Diagnose.

    Dann merke ich im Alltag, dass ich mit manchen Dingen massivst anecke. Ich habe jetzt zum Beispiel das Thema Taschengeldkonto in der Wohlverhaltensperiode. Ich krieg das nicht mehr aus dem Kopf und ich gehe meinem gesetzlichen Betreuer schon massivst auf den Zeiger damit. Er meint, ich mĂŒsste bis nach der Insolvenz! und somit bis zum Erhalt der Restschuldbefreiung warten. Nur ich habe auch Sorge, mit immens viel Bargeld rumzulaufen, da meinem besten Freund aus Aachen etwas mieses passierte: Er hatte 600 € abgehoben, fuhr zurĂŒck zu seiner Einrichtung, und dann sind ihm die 600 € abhanden gekommen. Auch glaube ich, dass es um ein Totschlagargument, weswegen ich kein Taschengeldkonto haben sollte, geht: NĂ€mlich das, dass ich mit einem Taschengeldkonto Scheiß kaufen könnte, aber das kann ich auch mit Bargeld. Ich könnte mir jetzt einen Wunschgutschein besorgen, ihn einlösen, zu einem Amazon-Gutschein ummĂŒnzen und mir auf diese Art und Weise irgendeinen Dreck kaufen, der nicht notwendig ist.

    Wenn nur darauf abgestellt wird, dass ich mir kein Dreck oder Mist kaufen soll, dann dĂŒrfte man mir auch kein Bargeld in die Hand drĂŒcken. Weil dann ist diese abstrakte Gefahr, dass ich Scheiße kaufe, ja auch da. Man eliminiert eine Gefahr nicht, nur weil man einem ein bestimmtes Zahlungsmittel (hier: Bargeld) aufzwingt. Wenn es einem nur darum geht, dass der Betroffene nichts mehr kaufen soll, dann dĂŒrfte man ihm gar kein Geld in die Hand drĂŒcken und es brĂ€uchte einen qualifizierten Einwilligungsvorbehalt, um jegliche Gefahr von SchrottkĂ€ufen zu eliminieren.

  • SophiaVanitas Ich hatte damals Quetiapin als Niedrigdosis als Einschlafhilfe in der Psychiatrie bekommen. Zum Einschlafen war es gut, das hat dann genau ein paar Stunden gehalten, dann war in meinem Gehirn wieder "Ramba Zamba" (RW). Einen sogenannten Überhang, als Nebenwirkung, hatte ich am nĂ€chsten Tag trotzdem. Das heißt ich hatte Kreislauf Probleme und ich war sehr mĂŒde - Meine ADHS Symptome waren trotzdem leider vorhanden. Somit hatte ich die Wirkung vom starken ÜbermĂŒdet sein. Da dies sowieso seit Jahren meine Probleme waren, da ich wegen dem ADHS Nachts nicht mehr richtig geschlafen hatte wurde Quetiapin bei mir mit der BegrĂŒndung, keine verbesserung der Symptomatik, abgesetzt.
    Ich finde deine Frage aber dennoch interessant, da Quetiapin, den Dopaminspiegel erhöht. Das ist ja unter andrem bei AD(H)S ein Problem.

    Shenya ADHS Medikamente: So wie ich es mitbekommen habe und wie ich es von meinen Medikamenten kenne (Elvanse) kann ich sagen,
    dass es das AD(H)S nicht weg macht, sondern hilft im Alltag zurecht zukommen. Ich erkenne bei mir eine Leistungssteigerung und eine
    Symptomverringerung.
    Mehr Konzentration, lÀnger Situationen aushalten können, nicht so viel vergessen, schlafen können (mehr oder weniger), weniger innerlich
    getrieben sein, weniger Gedankenreisen (ich meine nicht das normale Gedankenreisen, sondern eher das AD(H)S Gedankenreisen).

    M771 Guardian of Mind, also Katharina Schön kann ich dir noch empfehlen. Sie macht auch gute Short-Videos zum Thema Neurodivergenzien.
    Diese findet man auf YouTube und Instagram. Und sie hat auch ein Buch geschrieben, das habe ich aber nicht gelesen.
    Sie selbst ist Autistin mit ADHS.

    Und zum Thema AD(H)S kann ich dir auch noch die kurzen Comics von: The Mini ADHD Coach empfehlen.
    Die habe ich auf damals auf Pinterest gefunden, dort kann man die Comics auch betrachten. Oder das Buch kaufen.
    Die Comics sind in Englisch und sehr kurz gehalten. Allerdings werden aber ganz wunderbar die "verstecken Alltagsprobleme" beschrieben.



              

  • Je mehr ich mich aber explizit mit ADS (ohne H) beschĂ€ftige und das nochmal speziell bei Frauen

    Ich habe auch schon öfter gelesen, dass bei Frauen die HyperaktivitĂ€t hĂ€ufig nicht so sichtbar, aber dennoch vorhanden ist, z.B. die innere Unruhe statt nach außen sichtbare Anzeichen.

    Insgesamt klingt es bei dir ja auch so als könnte es durchaus beides sein. Beim Thema PĂŒnktlichkeit ist es bei mir z.B. auch so, dass ich da eher ĂŒberkompensiere und hĂ€ufig eher zu frĂŒh als zu spĂ€t bin. Jede auch bekannte Strecke guck ich noch 100 Mal bei Google Maps nach, um die Zeit zu wissen, die ich brauche. Ab und zu merke ich dann, dass ich ja noch gar nicht los muss, mach noch kurz etwas anderes und verfalle dann in Panik, wenn die Zeit dadurch plötzlich knapp ist. :lol:

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