Wiederholung der immer gleichen Musik/Filme/Videos/Texte usw.

  • Kenne ich sehr gut : ) Meine Lieblingsserien habe ich alle in Endlosschleifen geschaut

    Das Problem ist in der heutigen Zeit auch, daß im Fernsehen viele Serien in Endlos-Schleife wiederholt werden.

  • Bei mir ist es auch so. Ich habe als Kind schon immer alles mögliche wiederholend angeschaut oder angehört. Auch heute noch, obwohl ich nach Musik hören Energiezusammenbrüche bekomme, höre ich, wenn dann am Liebsten auch nur die alten Lieder und davon nur ein paar wenige spezielle. Diese dann aber mehrmals hintereinander. Neue Lieder höre ich in Dauerschleife (RW), wenn ich irgendetwas besonders interessant finde, ein Ton, ein Knacken, ein Klang.

    Ich habe letztens Manga gelesen, davon habe ich den letzten Band dreimal gelesen, den ersten Band mehrfach und die Teile dazwischen danach auch zweimal hintereinander. Ich kenne die Story schon, daher lese ich so wie es mir gefällt, wenn ich Lust habe.

  • Ich bin (noch) mit der Musik von ABBA aufgewachsen. Als ich in »dieses Alter« (die Pubertät) kam, war deren Zeit zwar schon am Ausklingen, aber meiner älteren Schwester verdankte ich eine recht vollständige ABBA-Langspielplattensammlung. Die drei letzten LPs waren Eigenerwerbungen. Jedenfalls gefiel mir die Musik nicht nur sehr, sondern mich interessierten zunehmend auch die Texte, von denen ich anfangs jedoch noch kein Wort verstand.

    Doch ab der 7. Klasse stabilisierte sich mein familiäres Umfeld merklich, und damit standen mir offenbar mehr Ressourcen zur Verfügung. Die investierte ich darein, mir selbst Englisch beizubringen. Unabhängig von dem Krams, den wir in der Schule durchnahmen, arbeitete ich mich zunächst durch ein paar Bücher mit für Anfänger besonders aufbereiteten klassischen englischen Erzählungen, und dann machte ich weiter mit »The Lord of the Rings« und »The Silmarillon«. Danach hatte ich die englische Grammatik so ziemlich »intus«. – Nun mußte ich noch an Sprachverständnis und Intonation arbeiten. Und da kommt nun die auditorische Endlosanalyse meiner ABBA-Platten ins Spiel.

    Hätte mir die Musik nicht so gut gefallen, wäre das sicherlich schlimm gewesen, aber so konnte ich mir Abend für Abend, Stunde um Stunde die immer wieder gleichen Lieder anhören, mit den Augen immer auf dem Text (tja, damit schlagen Schallplatten und deren Cover/Hüllen noch immer alles, was danach kam), dank guter Kopfhörer jeder sprachlichen Nuance nachspürend, bis ich diese eindeutig zuordnen und schließlich sicher heraushören (und reproduzieren) konnte.

    Also, ja, Endlosschleifen beim Hören von Musik kenne ich sehr gut. – Jüngstes Beispiel: seit ich mir von einem dreiviertel Jahr Studiokopfhörer gegönnt habe und nun wissen wollte, wie sich einige mir vertraute Stücke denn wohl »in echt« anhören (anstatt mit billigen externen PC-Lautsprechern), höre ich eigentlich fast jeden Tag viele Stunden lang eine Einaudi-Playliste »rauf und runter«. – Allerdings ist in dem Fall nichts Analytisches dabei. Mich beruhigt (und berührt) die Musik einfach. Und wenn ich mich nicht gerade sehr konzentrieren muß, etwa, um einen anspruchsvolleren Text aufzunehmen, o. ä., dann läuft die Musik meist einfach auf Endlosschleife im Hintergrund. – Immer genau in einer solchen Lautstärke, daß sie nicht beginnt, spürbar mit meinen übrigen mentalen Prozessen zu interferieren (sprich: mich zu sehr abzulenken).

    »Autoritätsdusel ist der größte Feind der Wahrheit.« — Albert Einstein (1901)

  • Ich höre seit etwa einem halben Jahr bis auf wenige Ausnahmen nur ein Lied. Am Anfang aus Genuss (ich höre oft tage-/wochenlang nur ein Lied, wenn ich Musik höre), nun, weil oft das ANC in der Bahn nicht ausreicht, um mich abzuschotten - dann schalte ich es an, weil es mich nur minimal ablenkt. Die Lieder, die ich höre, analysiere ich nicht.

  • Ich bin sehr Musik und Filme/Serien-begeistert. Allerdings höre oder gucke ich in dem Sinne nicht das Gleiche in Dauerschleife. Dazu gefallen mir viel zu viele Sachen und der Reiz geht bei mir im Radio z.B. komplett verloren wenn ich einen Song schon das dritte Mal am Tag höre und das mehrere Wochen und Monate hintereinander. Deswegen höre ich auch seit Jahren kein Radio. Allerdings gibt es sicherlich Lieder, die ich öfters gerne anhöre als andere Songs aber immer in Abständen oder ich höre mal ein Genre den ganzen Tag oder ich gucke von einer Serie mehrere Folgen hintereinander oder bei Filmen eine ganze Filmreihe am Stück.

  • Hallo, zusammen!

    Mir fällt immer wieder auf, dass ich gerne oft die gleiche Musik höre (also z.B. ein paar Lieder in Dauerschleife), den gleichen Film mehrmals ansehe, manche Videos so oft ansehe und auf jedes kleine Detail achte, Texte mehrmals lese und analysiere. Bei Musik spalte ich die Lieder dann oft in einzelne Instrumente auf, achte bei jedem Hören auf andere Details. Bei Filmen habe ich oft eine Lieblingsstelle, weswegen ich oft die Filme mehrmals sehe, um diese Stelle nochmals sehen zu können. Oder um Dialoge oder Kameraführungen zu analysieren, kleine Details finden.

    Kennt ihr das bei euch auch? Dass ihr Dinge sehr oft wiederholt und analysiert, bis ihr es gefühlt auswendig kennt? Es in alle Einzelteile zerlegt habt, bis ihr alles verstanden habt?

    Liebe Grüße.

    Danke für diesen Beitrag! Bei mir ist es ganz genau so wie du es hier beschreibst und ich finde es beruhigend nicht alleine damit zu sein.

    Ich höre die selben Lieder teilweise stundenlang in Dauerschleife (es ist aber ruhige Hintergrundmusik und nix Lautes) und viele Filme schaue ich genau wie du immer wieder an und freue mich auf meine Lieblingsszenen und die Details. Dann kenne ich alles auch in- und auswendig und neige oft dazu dann bestimmte Szenen zu zitieren und meine Mitmenschen damit zu verwirren. :)

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