Was macht man mit Freunden?

  • Weil niemand auf der Welt gleich ist, und man nicht immer nur von sich ausgehen kann. Wenn ich jemanden zum ersten Mal treffe oder seit kurzem Kontakt habe, kennt man dessen Hintergrundgeschichte, Erlebnisse, etc. noch überhaupt nicht. Man weiß nicht, warum die Person sich so verhält, vielleicht beim ersten Treffen etwas stiller wirkt, o.ä. Wenn man aufrichtiges Interesse hat und offen wäre, gäbe es auch die Möglichkeit nachzufragen. Oder auch einfach mal abzuwarten, wie sich der Kontakt weiter entwickelt. Aber anstatt diese Möglichkeit zu nutzen, wird lieber gleich etwas negatives hinein interpretiert und der Kontakt aufgegeben.

    Mir geht es nicht um irgendeine Anerkennung, das bekomme ich selbst hin. Sondern darum, wie andere Menschen denken und urteilen. Wenn jemand anderes nicht das gewünschte Verhalten zeigt, denkt sich kaum jemand "vielleicht hat sie einen schlechten Tag" oder "vielleicht geht es ihr gerade nicht so gut" Die meisten Leute denken nicht wohlwollend über andere, sondern es wird lieber alles gleich negativ beurteilt.

    Du suchst auch nach Freundschaft mit Leuten die für dich nicht geeignet sind

    Das Problem sehe ich eher darin, das ich Kontakt zu Leuten aufbaue die selbst keine Freunde haben und daher welche suchen. Und es manchmal auch an der Person selbst liegen kann, warum sie keine Freunde hat.

  • Das Problem sehe ich eher darin, das ich Kontakt zu Leuten aufbaue die selbst keine Freunde haben und daher welche suchen. Und es manchmal auch an der Person selbst liegen kann, warum sie keine Freunde hat.

    Ja, da besteht oft die Gefahr, dass die Person selbst große Probleme mit sich hat und deswegen niemanden findet aber auf der anderen Seite tue ich mich schwer wenn jemand schon viele Freunde hat weil ich es dann nicht schaffe in den Freundeskreis zu kommen. Ich muss dann quasi erst einmal mit der Person klarkommen und zusätzlich noch mit dem Freundeskreis und in Gruppen gehe ich meistens unter.

    Weil niemand auf der Welt gleich ist, und man nicht immer nur von sich ausgehen kann. Wenn ich jemanden zum ersten Mal treffe oder seit kurzem Kontakt habe, kennt man dessen Hintergrundgeschichte, Erlebnisse, etc. noch überhaupt nicht. Man weiß nicht, warum die Person sich so verhält, vielleicht beim ersten Treffen etwas stiller wirkt, o.ä. Wenn man aufrichtiges Interesse hat und offen wäre, gäbe es auch die Möglichkeit nachzufragen. Oder auch einfach mal abzuwarten, wie sich der Kontakt weiter entwickelt. Aber anstatt diese Möglichkeit zu nutzen, wird lieber gleich etwas negatives hinein interpretiert und der Kontakt aufgegeben.

    Das ist mir auch schon aufgefallen. Es fehlt zu sehr das Verständnis und eine wirklich echte faire Chance bekommt man nicht. Faire echte Chance würde bedeuten, dass man auch etwas Geduld und Verständnis zeigt und nicht jede Aussage von jemanden auf die Goldwaage legt. Man kennt sich schließlich nicht und es ist bescheuert schon am Anfang irgendwie Rückschlüsse zu machen ohne zu wissen wie etwas gemeint war.

  • Freundschaften find ich schwierig zu pflegen.

    Es gibt einen Freund, den kenne ich 20 Jahre, wenn wir Reden oder Zeit verbringen, dann ist es gut, und wenn nicht, dann ist es auch gut.

    Doch eine neue Freundschaft, das finde ich schwierig. Ich denke, emotionale Nähe ist wichtig, und erzähle dann wie es mir geht, doch manchmal denke ich, dass ist dann auch zuviel. Eigentlich hätte ich nur gerne Herzbeziehungen zu Frauen, mit Männern tue ich mich sehr schwer.

    Die Erforschung des Bewusstseins erfordert Vorbereitung und eine positive Haltung, um durch die Natur zu tieferem Lebensverständnis und Harmonie mit dem Universum zu gelangen.

  • Doch eine neue Freundschaft, das finde ich schwierig. Ich denke, emotionale Nähe ist wichtig, und erzähle dann wie es mir geht, doch manchmal denke ich, dass ist dann auch zuviel. Eigentlich hätte ich nur gerne Herzbeziehungen zu Frauen, mit Männern tue ich mich sehr schwer.

    Das ist bei mir genau so. Habe eine einzige wirklich gute Freundin seit über 20 Jahren. Wir sind Schwestern im Geiste sag ich immer. Auch fast gleich alt. Können uns monatelang nicht gehört und gesehen haben und treffen aufeinander und es ist, als wären wir täglich beisammen gewesen.

    Eine auch gute und eher mütterliche Freundin hab ich noch. Das wars. Kontakte knüpfen, sich austauschen, fällt mir beruflich und auch privat mit Männern leichter.

  • Ich bin lieber mit Männern befreundet. Eine verschiedengeschlechtliche Freundschaft ist meines Erachtens immer die Vorstufe einer Beziehung oder sie läuft ins Leere. Ich habe zwar auch freundschaftlichen Kontakt mit Frauen, aber immer nur, wenn auch andere Leute aus dem gleichen Freundeskreis dabei sind.

  • Mir fallen Freundschaften sowohl mit Männern als auch mit Frauen schwer. Mit Männern weiß ich nie so genau, worüber ich reden soll, Frauen sind mir meistens zu emotional.

  • Mittlerweile habe ich aber festgestellt: Wenn es mit einem Menschen echt passt – nur einem, mit Gruppen komme ich selten klar, vielleicht nur wenn es mit allen einzeln passen würde –, dann habe ich diese ganzen Probleme nicht mehr. Wenn ich diese Menschen treffe, gibt es keine peinlichen Stillen, es gibt keine Momenten, in denen ich nicht weiß, was ich mit der Person machen soll, man findet immer ein gemeinsames Thema zum Reden oder eine gemeinsame Aktivität, auch dann wenn sich die Lieblingsinteressen nicht überschneiden sondern eher ein Nebeninteresse oder kleineres Hobby. Dann geht es auch, sich einfach mal so zum Reden oder Essen Gehen zu treffen.
    Ich habe das zu einem Indikator gemacht, ob die andere Person wirklich ein Freund ist oder werden könnte.

    So ist es bei mir auch. Es gibt nur sehr wenige Menschen, mit denen ich mich gut unterhalten kann, aber WENN ich so einen Menschen treffe/kennen lerne, dann ist gemeinsames schweigen oder über Probleme reden oder auch eben die Interessen gar kein Problem. Es klappt am besten beim spazieren gehen oder wenn man sich gezielt trifft, um einem gemeinsamen Interesse nach zu gehen.


    Für mich ist auch gut zu wissen, welchem „Zweck“ das Treffen dient: sagt meine Freundin zu mir, ich würde gerne spazieren gehen und einfach über meinen Alltag quatschen und mich „auskotzen“, so weiß ich woran ich bin und dann „kann“ ich das auch.

    Momentan sind das zwei Personen (und mein Ehemann), die ich als Freund(in) bezeichnen würde. Mit beiden habe ich sehr seltenen und unregelmäßigen Kontakt, aber wenn wir uns treffen, dann passt es auch.

    Da ich sehr oft vom Smartphone aus schreiben muss, gelingt es mir manchmal aus Zeitgründen nicht alle Tippfehler zu sehen und zu korrigieren, auch wenn es mich beim späteren nachlesen sofort sehr stört, dann aber nicht mehr zu korrigieren sind.

  • Fussel Ich vermute, die wollen niemanden, der sich aufopfern muss, wenn man ein Cafe besucht. Die andere Seite kann das niemals ausgleichen für eine ausgewogene Beziehung und will zu den Konditionen dann keine.

    Das denke ich allerdings auch.

    Ich fühle mich eher angeklagt von den Leuten um mich herum, und ich weiß nicht warum. Das ist anstrengend, weil es niemand schafft es zu erklären.

  • Mit Freunden macht man das, was zu den Schnittmengen beider Seiten passt.

    Für mich - und das ist meine Sicht darauf - ist Freundschaft die höchste Form von Liebe. Einen Partner oder eine Partnerin lieben würde bei mir nicht ohne eine Grundlage von Freundschaft funktionieren. Dementsprechend steht Beziehung (wie es oft definiert wird) bei mir auch nicht über einer Freundschaft. Man hört nämlich öfter sowas wie: "Für eine Beziehung reicht es leider nicht, aber wir können gern Freunde sein." Für mich nicht denkbar. Hirschhausen hat mal gesagt: "Man muss sich nicht trennen, um Freunde zu bleiben." :)

    Freundschaft ist für mich etwas Schönes. Ich habe ein paar wenige, langjährige Freunde mit denen ich über das Internet oder via Telefon im Austausch stehe, selten sieht man sich auch mal. Mein Partner ist für mich auch ein Freund.

    Ruhe und Freiheit sind die größten Güter. (Beethoven)

  • Das hat glaub ich damit zu tun, dass es viele Stufen an Freundschaften gibt.

    Es gibt Freunde im innersten Zirkel und in äußeren Orbits. Ich habe an der Uni viele Bekanntschaften, die ich grüße, und im entfernten Sinne sind das auch Freunde. Dementsprechend ist die Schwelle sehr niedrig, einer meiner "Freunde" zu werden. Je nach Laune tritt man mehr oder weniger in Kontakt. Beziehung ist normalerweise für eine Person reserviert, entsprechend höher sind normalerweise die Anforderungen.

    Aber ich denke auch, dass eine enge Freundschaft mehr hilft bei der "Selbstverwirklichung", da die Logik von klassischen Mann-Frau-Beziehungen schon zum großen Teil von der Biologie vorgegeben wird. Die Gestaltung der Freundschaft hängt mehr von individuellen Interessen ab.

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