Keine wirklich weiten Zukunftspläne

  • Hallo zusammen

    Ich weiss nicht wie das bei euch ist. Aber vor nicht all zu langer Zeit habe ich den Podcast "Kafi am Freitag" gehört. Jemand mit ADHS erzählte da, dass er nicht wirklich grosse Zukunftspläne hat. Da fühlte ich mich sehr angesprochen. :nod:

    Und ich spreche jetzt von den Zukunftsplänen in weiter Ferne. Wie zum Beispiel: Wass möchte ich beruflich machen in 5 Jahren? Möchte ich mal befördert werden? Möchte ich mal in eine grössere Wohnung ziehen? Möchte ich mal Kinder kriegen?

    Wenn mir die Psychologin oder so, solche Fragen stellt, möchte ich ihr am Liebsten sagen, sie soll mich doch nicht mit solch dummen Fragen belästigen. Ich bin froh, wenn ich meinen Job habe, wenn ich meinen Lohn kriege, meine Rechnungen bezahlt sind, die Wohnung einigermassen aufgeräumt ist etc. Da mag ich mir nicht den Kopf zerbrechen wie es in 5 Jahren sein könnte. Und es spielt auch überhaupt keine Rolle, dass ich schon 10 3/4 Jahre meinen Job habe und dort sicher nicht von einem Tag auf den anderen rausgeschmissen werde.

    Ich lebe von Woche zu Woche und nicht von 5 Jahre zu 5 Jahre.

    Ich möchte jetzt nicht unbedingt Tipps von euch. Ich möchte euch mehr fragen, ob es euch auch so geht.

    Und ja vielleicht ist das jetzt mehr ein Thema für ADHSler. Aber wenn es euch Autisten auch so geht, freue ich mich über jede Menge Antworten.

  • Haben echt alle "normalen " Menschen Zukunftspläne? Das würde ja auch bedeuten, dass sich bei anderen immer etwas ändert und zwar zum Besseren.

    Ich selbst (ASS) bin mir nicht sicher, ob ich in 5 Jahren überhaupt noch leben kann. Kinder sind schon aufgrund des Alters nicht möglich, die Wohnung groß genug und eine Beförderung ungefähr so wahrscheinlich wie, dass ich in 5 Jahren zum Mars fliege.

    Ich könnte mir vorstellen, dass bei mir der Grund für fehlende Zukunftsperspektiven ist, dass ich schon sehr lange eine niedrige Lebensqualität habe und auch nicht so viele Möglichkeiten wie andere.

    Es sind nur Kleinigkeiten , die ich mache, von Jahr zu Jahr.

  • Ich habe kein ADHS, aber ich hatte auch nie ausgesprochen konkrete Zukunftspläne, weil man ja gar nicht wissen kann, wie die Zukunft sein wird, ob man da noch lebt, ob man noch am gleichen Ort arbeitet oder was sonst alles passieren könnte. Ich sehe deshalb eher Möglichkeiten, die eintreten könnten oder auch nicht, und meistens handle ich zwar so, wie es mir in dem Moment zweckmäßig vorkommt, aber ich habe nur eine sehr schlechte Vorstellung davon, wie die Zukunft wirklich aussehen könnte. Besonders ausgeprägt war das so, als ich jünger war. Schon bei der Berufswahl habe ich einfach das gemacht, was die Berufsberatung gesagt hat, mir fehlten die Fantasie und der Mut und die Mittel, etwas zu machen, was ich wirklich hätte machen wollen (ich wusste nicht einmal, was ich wirklich hätte machen wollen). Wenn man älter wird, werden die Möglichkeiten weniger. Ich kaufe mir dann z.B. eine Wohnung, weil mein Vermieter mich nervt und es sinnvoll erscheint, sich was eigenes zu kaufen. Ich weiß, dass ich die nächsten (vielen) Jahre dafür die Schulden abzahlen muss, aber meine Vorstellungskraft reicht da konkret vielleicht für fünf Jahre, was danach kommt, liegt im Nebel. Könnte ja sein, dass meine Bank plötzlich die Idee hat, mir den Kredit zu kündigen, oder es bricht Krieg aus. Arbeitsplatzbezogene Ziele hatte ich auch nie. Ich dachte also nie, ich muss bis zum Jahr X soundsoviel Gehalt haben oder eine bestimmte Stelle haben. Ich habe immer angefangen und weitergemacht und geschaut, wohin es mich bringt. Momentan habe ich sogar eine relativ langfristige Perspektive, die 8 Jahre in die Zukunft geht, da weiß ich, dass ich eine Lebensversicherung ausbezahlt bekomme (falls nichts dazwischen kommt), dann könnte ich mir neue Fenster kaufen und vielleicht sogar vorzeitig in Rente gehen... vielleicht. Oder auch nicht, vielleicht gefällt mir die Arbeit ja bis dahin und ich will lieber weiter arbeiten, oder wie gesagt, es bricht Krieg aus oder was auch immer. Aber 8 Jahre sind schon für mich ein ziemlich langer Zeitraum. Ich habe generell Schwierigkeiten, mir etwas vorzustellen, was in der Zukunft liegt, oder auch wie es sein wird, wenn ich x oder y tue oder x oder y passiert.

    Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
    (Howard Zinn)

  • Meine Zukunftspläne hängen alle von meiner Gesundheit ab. Ich hatte immer mindestens einen Zukunftsplan A, und dann noch Plan B, C, D und E. Ich war so eine richtige Träumerin und Spinnerin. Daher tu ich mich schwer damit, keine Pläne mehr zu machen, oder eher Pläne, die mit Polyarthrose und sonstigen Altersbeschwerden noch vereinbar sind.

    Mein aktueller Plan ist, mich zu stabilisieren. Ich finde, Stabilität/ein geregeltes Leben aufrecht zu erhalten ist ein guter und berechtigter Plan und er erfordert schon genug Kraft und Disziplin.

    Ich bin froh, wenn ich meinen Job habe, wenn ich meinen Lohn kriege, meine Rechnungen bezahlt sind, die Wohnung einigermassen aufgeräumt ist etc.

    Da würde ich gerne wieder hinkommen. Ich finde das als Plan schon gut und das zu haben ist keine Selbstverständlichkeit.

  • Ich habe Wünsche, was ich gern erreichen würde, aber die sind nicht zeitlich manifestiert. Es sind Dinge, die mal erreichen oder schaffen möchte. Wie zum

    Beispiel mit meinen SI Geld verdienen. Leider fehlt es mir an den Features, die ich dafür bräuchte:

    Energie

    Zeit

    Marketing/Verkaufstalent

    Organisationstalent (Beantragungen, Sich um die behördlichen Dinge kümmern, damit das stattfinden kann)


    Hier bräuchte ich Unterstützung, die ich leider nicht habe.


    Ansonsten habe ich keine Zukunftspläne. Ich bin froh, wenn ich das „hier und jetzt“ bewältige, was mir ehrlich gesagt auch nicht gut gelingt.

    Da ich sehr oft vom Smartphone aus schreiben muss, gelingt es mir manchmal aus Zeitgründen nicht alle Tippfehler zu sehen und zu korrigieren, auch wenn es mich beim späteren nachlesen sofort sehr stört, dann aber nicht mehr zu korrigieren sind.

  • Beispiel mit meinen SI Geld verdienen. Leider fehlt es mir an den Features, die ich dafür bräuchte:

    Energie

    Zeit

    Marketing/Verkaufstalent

    Dito. Es müsste eine Plattform geben, wo man Leute wie uns mit den menschenbezogenen, extrovertierten Leuten zusammenbringt, die den Verkauf gerne machen, aber selbst nichts herstellen können oder wollen.

    Vielleicht eine Kooperation mit ADHSlern - Bekannte von mir hat das und die setzt sich gerne auf Märkte, selbst, wenn nur wenig Geld dabei herum kommt.

    Moderatorenbeiträge sind an der grünen und fetten Schrift erkennbar! Alles andere stellt meine persönliche Meinung als Forennutzerin dar.

  • Vielleicht eine Kooperation mit ADHSlern - Bekannte von mir hat das und die setzt sich gerne auf Märkte, selbst, wenn nur wenig Geld dabei herum kommt.

    Mein Mann ist ADHSler und ein richtiges Verkaufstalent und hat naturgemäß auch sehr viel Energie. Er sorgt aber alleine für unseren Lebensunterhalt und ist selbstständig und hat daher zwar das Marketingtalent, aber an Zeit- und Organisationsmangement mangelt es ihm ADHS-bedingt selbst auch.


    Solche Kooperationen wären toll.

    Da ich sehr oft vom Smartphone aus schreiben muss, gelingt es mir manchmal aus Zeitgründen nicht alle Tippfehler zu sehen und zu korrigieren, auch wenn es mich beim späteren nachlesen sofort sehr stört, dann aber nicht mehr zu korrigieren sind.

  • Dito. Es müsste eine Plattform geben, wo man Leute wie uns mit den menschenbezogenen, extrovertierten Leuten zusammenbringt, die den Verkauf gerne machen, aber selbst nichts herstellen können oder wollen.

    Vielleicht eine Kooperation mit ADHSlern - Bekannte von mir hat das und die setzt sich gerne auf Märkte, selbst, wenn nur wenig Geld dabei herum kommt.

    Ich habe solche Suchen schon einige male auf Nachbarschaftsportalen oder bei Kleinanzeigen gesehen. Könnte mir vorstellen, dass es dort auch klappen könnte.


    Zurück zum Thema: konkrete Pläne und Ziele habe ich auch nicht. Hatte ich nie, ich kann mir auch nicht vorstellen wie das funktionieren soll bei so vielen Unbekannten.

    Edited once, last by Mokey (April 18, 2024 at 5:07 PM).

  • Haben echt alle "normalen " Menschen Zukunftspläne? Das würde ja auch bedeuten, dass sich bei anderen immer etwas ändert und zwar zum Besseren.

    Nein, wenn ein normaler Mensch einen Plan hat, heißt das ja nicht, dass es ihm auch gelingt, den Plan umzusetzen.

  • Und ich spreche jetzt von den Zukunftsplänen in weiter Ferne. Wie zum Beispiel: Wass möchte ich beruflich machen in 5 Jahren? Möchte ich mal befördert werden? Möchte ich mal in eine grössere Wohnung ziehen? Möchte ich mal Kinder kriegen?

    Ist bei mir alles relativ einfach. Ich habe auch keine weiten Zukunftspläne, weiß aber ziemlich genau, was ich nicht will, und damit ist der Weg relativ vorgezeichnet.

    Ich weiß, dass ich mir beruflich keinen Gefallen tun würde, von der Technik (aktuell hardwarenahe Softwareentwicklung) wegzugehen, weil ich in der Technik meine Stärken einsetzen und meinen Schwächen etwas entgehen kann. Damit fallen Beförderungen o.ä. ziemlich weg, weil ich keinen Arbeitsalltag möchte, in dem ich mich v.a. mit Menschen und nicht mehr mit Technik befassen muss.

    Kinder mag ich aus aktueller Sicht (bin gut 30) definitiv nicht, weil ich damit wesentlich weniger frei entscheiden kann und ich für Andere verantwortlich bin. Weil ich aber nicht mal großes Interesse an einer festen Partnerschaft habe und im Wesentlichen am gleichen Geschlecht interessiert bin, stellt sich die Frage eh nicht ernsthaft und beschäftigt mich damit nicht.

    Bleibt noch die andere Wohnung. Und/oder vielleicht auch mal eine Eigentumswohnung (wie groß die wird, hängt auch von der Preisentwicklung ab). Das mache ich mit einer guten Chance irgendwann, der Gedanke stresst mich aber nicht wirklich. Ich habe in letzter Zeit zweimal einem sehr guten Freund beim Umzug geholfen und weiß, dass ich wesentlich weniger Sachen zu transportieren hätte und ich den eigentlichen Umzug mit 1-2 Kleintransporter-Fuhren machen könnte. Und dass ich mit großzügigem Ausmisten vorher die Menge an Sachen noch weiter reduzieren könnte. Ich bräuchte im Prinzip nur einen Helfer, der auch den Transporter fährt, aber ich weiß, dass sich dieses Problem zur Not auch mit Geld lösen ließe. Den Rest sehe ich recht gelassen - Wohnung streichen und so sollte ich hinbekommen.

    Letztlich ist nicht unwahrscheinlich, dass ich grob in den nächsten 10 Jahren eine kleine Eigentumswohnung kaufe, und dann meine Arbeitszeit noch weiter reduziere, sofern das bis dahin für mich noch interessant ist. Bin aktuell auf einer 4-Tage-Woche und merke, dass mir der zusätzliche freie Tag sehr gut tut.

  • Ich hatte die ersten Jahrzehnte keinerlei Zukunftspläne, sondern bin immer mehr oder weniger einfach so durchs Leben geschliddert. Immer nur einen Schritt weiter, nie die ganze Route geplant.

    Inzwischen plane ich zumindest, dass ich deutlich eher in Rente gehen möchte. So lange man in der Firma meine Kontinuität, Zuverlässigkeit und das Finden von Nadeln im Heuhaufen schätzt, sehe ich auch wenig Grund, nach einem neuen Job zu suchen.

    _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_

  • Dieser Thread erweckt bei mir den Eindruck, dass Zukunftspläne sehr stark vom Geld/ Verdienst abhängig sind. Für eine Eigentumswohnung benötigt man zB das passende Eigenkapital.

    Und was die Rente betrifft, so weiß ich, dass ich nie richtig in Rente gehen werde, sofern es meine Gesundheit zulässt. Dies ist jedoch kein eigentlicher Plan, sondern eine Notwendigkeit.

  • Ich habe schon als Kind nie gewusst, was ich werden möchte. Ich habe lang irgendwas Sinnloses studiert, weil ich dachte, ich wüsste es bis dahin. Nichts. Das ist auch der Grund, warum ich mit fast 30 immer noch keinen Job habe, nur ein Praktikum, in dem ich vielleicht übernommen werde oder auch nicht. Das Problem ist, dass mich so ziemlich alles interessiert außer Pflege und Erziehung. Ich kann schnell Neues lernen und mich in alles einarbeiten. Leider hat mir das nie geholfen, wurde immer nur gekündigt.
    Als Kind dachte ich durch das schwere Mobbing auch, ich würde nicht mal den nächsten Tag überleben, weil meine Täterinnen es eines Tages schaffen könnten, mich umzubringen. Als Teenie dachte ich, ich würde nicht 18 werden, weil ich an Suizid dachte. Heute wundere ich mich über mein fortgeschrittenes Alter und frage mich, wie es möglich war, das zu erreichen - zumal sich bei mir jetzt zwei chronische Krankheiten manifestiert haben, die langsam aber sicher schlimmer werden (könnten). Ich lebe auch nur von Woche zu Woche und plane gar nichts Langfristiges. Ich will sowieso kein Haus, Partner oder Kinder. Alles, wirklich alles, was ich will, ist arbeiten. Aber dafür habe ich auch wirklich eine gewaltige Leidenschaft. Ich habe immer gern gearbeitet, sei es in der Küche, Warenverräumung oder Reinigung. Aber eigentlich träume ich wegen meiner gesundheitlichen Probleme von einem bequemen Bürojob.

  • Ich hatte eigentlich immer ein Ziel, auf das ich hingearbeitet hab (Studium / Abschluss / nächster Abschluss / im Ausland leben & arbeiten) in der Überzeugung, dass ich dann irgendwann in dem Beruf lande, den ich mir gewünscht hatte, und ein 'normales' Leben führen kann. Seit 2015 hab ich kein Ziel mehr (ich hab alles getan, was ich konnte) und keine Aussicht auf eine Stelle in meinem Feld. Oder eine andere auf dem ersten Arbeitsmarkt.

    In gewisser Weise ist es gut, weil ich mich nicht weiter überanstrenge, auszuhalten, was eigentlich zuviel ist. Allerdings macht es mich auch traurig. Partner und Familie standen bei mir nie auf dem Plan (RW), und ich kenne niemanden, dessen Leben wie meins ist - die üblichen Meilensteine trafen auf mich nie wirklich zu. Kontakt mit langjährigen Bekannten brach immer dann ab, wenn sie einen Partner gefunden hatten und praktisch ein anderes Leben anfingen. (Und es ist nicht so, dass ich nicht versucht hätte, Kontakt zu halten.)

    Ich weiss aus Erfahrung, dass ich Ziele, die ich mir einmal gesetzt habe, hartnäckig und mit vollem Einsatz verfolge. Da ist dann eine Energie da, die fühlt sich gut an. Die hätte ich gern wieder. Auch, damit die lebensmüden Gedanken nicht mehr so oft sind. (Ich bin nicht suizidal, aber ich bin oft sehr müde, mich immer so anstrengen zu müssen, ohne dass es was bringt.)

    Edited once, last by ferngirl (April 21, 2024 at 11:15 AM).

  • Ich glaube es gibt sowohl unter Autisten, als auch unter NTs eben Menschen die sind zielstrebiger und haben schon (konkrete oder unkonkrete) Pläne für die nächsten 3 Jahre und die fernere Zukunft und Menschen die sind nicht so zielstrebig sind.

    Ich denke Ziele sind generell ganz sinnvoll und ich versuche mir da auch welche zu setzten, weil es mir dann leichter fällt an einer Sache dran zu bleiben. Leider bin ich von mir aus nicht so zielstrebig, so dass mir das irgendwie schwer fällt. Aber ich habe die Ziele auf ein Poster geschrieben und in mein Zimmer gehängt. Damit ich immer wieder sehe, was ich eigentlich noch erreichen möchte.

  • Ich weiss aus Erfahrung, dass ich Ziele, die ich mir einmal gesetzt habe, hartnäckig und mit vollem Einsatz verfolge. Da ist dann eine Energie da, die fühlt sich gut an. Die hätte ich gern wieder.

    Dito. Es gibt auch Dinge, die ich darüber erreicht habe. Die "Meilensteine des Lebens" habe ich jedoch ebenfalls nicht erreicht. Auch beruflich habe ich meinen Weg erst spät, über Umwege und auch nicht in meinem ursprünglichen Bereich und nicht wirklich nachhaltig gefunden.

    Ziele konnte ich mir immer dann setzen, wenn es an der Thematik ernsthaftes Interesse, aber auch passende Strukturen gab, und das Erreichen des Ziels mir machbar erschien. Dann sind auch langwierigere Projekte für mich kein Problem. Ohne eine Unterstützungsstruktur ist das aber schwierig für mich (Stichwort exekutive Funktionen). Schon allein aus dem Erfahrungswissen, dass es dann schnell wieder "einschlafen" kann. Das kann es schwierig machen, mir die Verwirklichung langfristiger Ziele konkret vorzustellen. Bei Zielen, die mir nicht realistisch erscheinen, oder wo sehr viele "Zufallsfaktoren" mit reinspielen, finde ich es sehr schwierig, konkrete Pläne zu machen und motiviert zu bleiben.

    From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
    My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

  • Ziele:

    Evtl größere bezahlbare Wohnung

    Privatier sein (einfach genug Knete haben, nicht arbeiten müssen)

    Was arbeiten was mir absolut Spaß macht

    Nit netten Menschen leben, die mir Raum lassen selbst zu sein, mich dabei verstehen und wertschâtzen.

    Die Erforschung des Bewusstseins erfordert Vorbereitung und eine positive Haltung, um durch die Natur zu tieferem Lebensverständnis und Harmonie mit dem Universum zu gelangen.

  • Ich mache keine Zukunftspläne. Meine Zukunft sieht dafür zu düster aus. In 10 -15 Jahren fällt die Unterstützung durch meine Eltern altersbedingt zum Großteil weg. Mit 60 sitze ich ohne Verwandtschaft in der Nähe alleine in einem geerbten Haus oder ich ziehe zu meinem Bruder. Altersarmut wird trotz Vorsorge zu 90% eintreten. Die Firma in der ich jetzt arbeite wird es höchstens noch 10 Jahre geben, eher 5.

  • Ich mache mir auch keine wirklich weit in die Zukunft gehenden Pläne, zumindest nicht für mich. Da auch meine Aussichten im Alter nicht die Besten sind, versuche ich darüber auch nicht allzu intensiv nachzudenken. Klar ein bisschen was beiseite legen für Notfälle und versuchen meine Gesundheit nicht allzu sehr zu gefährden.

    Das heißt, meine Ziele für mich selbst liegen vor allem in meiner persönlichen und gesundheitlichen Weiterentwicklung bzw. Optimierung. Ansonsten habe ich noch den Anspruch meiner Tochter jetzt und ich Zukunft eine möglichst hilfreiche Mutter zu sein und ihr genug Selbstbewusstsein bzw. „Werkzeuge“ mit auf ihrem Weg zu geben, damit sie in jeder Hinsicht in der Lage ist, gut für sich selbst zu sorgen und zeitgleich ein toleranter hilfsbereiter Mensch zu bleiben (ist sie nämlich für ihr Alter jetzt schon überwiegend). Leider nicht ganz einfach, wenn man selbst viele Baustellen hat, bei denen es noch ordentlich hapert (RW), aber dieses Ziel verliere ich dennoch nicht aus den Augen und arbeite auch deshalb weiter an meiner eigenen Weiterentwicklung.

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